Einschreibungsfeier im Dom : Mehr Ausbildungsplätze im Handwerk

Stellvertretend für alle  neuen Auszubildenden  im ersten  Lehrjahr leisteten sie den Eintrag ins goldene Handwerksbuch  – wie  auch Bäckerlehrling Hannes Frahm (rechts).
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Stellvertretend für alle neuen Auszubildenden im ersten Lehrjahr leisteten sie den Eintrag ins goldene Handwerksbuch – wie auch Bäckerlehrling Hannes Frahm (rechts).

Steigerung gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent / Einschreibungsfeier für 346 neue Lehrlinge im Dom / Innungsbeste geehrt

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11. November 2013, 00:33 Uhr

Für die traditionelle Zeremonie der Kreishandwerkerschaft hätte es keinen ehrwürdigeren Ort geben können. Der Empfang war herzlich, der Rahmen feierlich: Mehr als 500 Zuschauer und Ehrengäste nahmen an der zentralen Einschreibungsfeier für die neuen Lehrlinge des Handwerks im Schleswiger St. Petri-Dom teil.

Zu den zahlreichen Vertretern und Obermeistern des Handwerks gesellten sich Handwerkspräsident Ulrich Mietschke, Präsident der Handwerkskammer Eberhardt Jürgensen, Landrat Dr. Wolfgang Buschmann, Kreispräsident Ulrich Brüggemeier sowie Vertreter des Landtages, des Kreisgemeinden und der Stadt Schleswig. Neben insgesamt 346 neuen Lehrlingen wurde ebenso die Auszeichnung des „Goldenen Meisterbriefes“ sowie die Ehrung der Innungsbesten aus den diesjährigen Gesellenprüfungen gewürdigt. Kreishandwerksmeister Hans Christian Langner begann mit einem Plädoyer für das Handwerk – der „Wirtschaftsmacht von nebenan“. Für ihn sei das Handwerk die Urheimat des schaffenden Menschen: „Im Handwerk sind Kunst und Können, Denken und Arbeiten, Mensch, Persönlichkeit und Werkstatt noch eine untrennbare Einheit.“ Das Ausbildungsplatzangebot in der Region der Kreishandwerkerschaft habe in diesem Jahr eine Steigerung um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Langner: „Darauf können wir und die Betriebe stolz sein.“ Die Herausforderung der Zukunft sei jetzt, dem demographischen Wandel entgegen zu wirken und gezielt in Fachpersonal zu investieren. Auch Landrat Buschmann gratulierte den Auszubildenden. Eine gute Ausbildung sei die tragende Säule im weiteren beruflichen Leben. Als Leiter des Berufsbildungszentrum BBZ gab Hans Hermann Henken Tipps mit auf den Start ins Berufsleben. Er zeigte Möglichkeiten auf, parallel zur dualen Ausbildung einen höheren Schulabschluss absolvieren zu können. Die derzeitige Situation am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt bedeute hervorragende Karrierechancen im Handwerk. „Die Chancen im Handwerk waren selten so groß wie heute“, sagte Henken. „Und durch die enge Zusammenarbeit mit den Schulen können wir garantieren, dass nicht ein einziger berufsschulpflichtiger Jugendlicher verloren geht.“

Stellvertretend für die 346 anwesenden Lehrlinge in 13 Berufsgruppen trug sich dann jeweils ein Nominierter in das goldene Handwerksbuch ein. In ihrer traditionellen Handwerkskleidung boten Hannes Frahm, Carolin Jasper, Simon Steinbach, Simon Frahm, David Wulfgramm, Nis Johannsen, Daria Heuer, André Tewes, Philip Keil, Tobias Peters, Finn Jürgensen, Pascal Fasenau und Ramona Schlott ein stattliches Bild.

Auch die Leistungen der Innungsbesten und Landessieger 2013 wurden in der Feier gewürdigt – sechs Landessieger und 13 Innungsbeste. Als Innungsbester und 3. Landessieger war Zimmergeselle Erik Tollgaard-Schmidt aus Ulsnis gleich doppelt nominiert, gefolgt vom 1. Landessieger Tobias Bleifuß als Mechaniker für Karosserietechnik, Jan Brügge als Bootsbauer, Anna-Sophie Kruse als Kosmetikerin. Ebenso zweiter Landessieger Florian Hansen als Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik und Virginia Dittmann als Bürokauffrau. Die Innungsbesten 2013 sind: Sergej Kuzjuk, Leif Henningsen, Jana Nissen, Isabell Petersen-Genge, Ellen Gröhn, Jana Schaddach und Patrick Asmussen. Lob und Anerkennung von Handwerkskammerpräsident Eberhard Jürgensen und folgender Auszeichnung des „Goldener Meisterbriefes“ erhielten Tischlermeister Ernst Otto Albrecht aus Klappholz, Schmiedemeister Helmut Thiesen aus Bergenhusen sowie Tischlermeister Gerhard Hansen aus Groß Rüde.

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