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Schleswig-Holsteins erste Kartoffeln : Meggerdorfs wichtige Rolle in der Geschichte

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Am 14. April 1763 trafen die ersten Kartoffeln in Schleswig-Holstein ein – in Meggerdorf.

„Der 14. April 1763 gehört zu den großen Tagen in der Geschichte Schleswig-Holsteins, obgleich wir dieses Datum in keinem Geschichtsbuch finden. Und die Sandschleuse in der Gemeinde Meggerdorf ist der Ort, an dem dieses Ereignis stattfand“. Das sagte Dr. Hans-Peter Stamp, der unermüdlich die Geschichte des nördlichsten Bundeslandes erforscht, vor einer kleinen Gruppe von interessierten Mitbürgern aus Meggerdorf und Christiansholm.

Am 14. April 1763 habe der flächenhafte Anbau der Kartoffel im Norden seinen Anfang genommen. Der erste große Pflanzkartoffel-Import sei per Schiff aus den Niederlanden an der Sandschleuse am Sorgehafen angelandet worden. Geliefert wurden 236 Holztonnen voller Kartoffeln, eine Tonne fasste 163 Liter. Es sei die „beste Sorte holländischer Cartofeln zur Aussaat“ gewesen – wie es in den Annalen hieß –, die der Friedrichstädter Importeur Nicolaes van Deuren beschafft hatte.

Das Pflanzgut wurde in den Kolonistendörfern Christiansholm, Friedrichsholm, Prinzenmoor und weiteren Orten verteilt und nach Urbarmachung des Bodens angebaut. Die Hungersnot hatte ein Ende, für den Norden des Landes begann eine Blütezeit mit schnellem Bevölkerungswachstum.

Heute kann man sich ein Leben ohne Kartoffeln, die auch auf kargem Boden gut gedeihen, nicht mehr vorstellen. „Schließlich wurde Justus Liebig, der Erfinder der modernen Düngerlehre, erst 1803 geboren“, schloss Stamp seine Ausführungen.

Äußeres Zeichen des historischen Ereignisses war eine große Informationstafel, die kürzlich angefertigt wurde. Sie zeigt Informatives über die Schleuse, die alten Schiffe und natürlich über die Historie der Kartoffel.

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