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Nospa Open Air in Schleswig : Max Giesinger, Frida Gold, Glasperlenspiel: Gottorfs große Popmusik-Party

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das „Nospa Open Air“ mit Glasperlenspiel, Frida Gold und Max Giesinger zieht über 4000 Fans auf die Gottorfer Schlossinsel.

Ein Name ist an diesem Abend in Gesprächen immer wieder zu hören: Max Giesinger. Der Sänger und Songwriter ist für die Besucher des „Nospa Open Air“ der herausragende Star. Doch zunächst einmal steigt spät am Nachmittag die Band Frida Gold auf die Bühne. Zu diesem Zeitpunkt ist die Rasenfläche davor schon dicht gefüllt, etwas abseits gibt es aber noch viel freien Raum. Auf dem weitläufigen Gelände von Schloss Gottorf haben einige Besucher Picknickdecken ausgebreitet, andere stehen in kleinen Gruppen zusammen, großer Andrang herrscht schon jetzt an den zahlreichen Getränke- und Imbisswagen. Das Publikum könnte durchmischter kaum sein, von jungen Schülergruppen in Begleitung bis hin zur älteren Generation sind alle vertreten. Mit den deutschsprachigen Acts scheinen die Organisatoren von der nordfriesischen Agentur „Gofi“ eine breite Fangemeinde erreicht zu haben. Zum Beispiel die beiden Arbeitskolleginnen und Freundinnen Ruth Krauczun und Ulla Jöns-Hansen, die die Eintrittskarten als Weihnachtsgeschenk von ihrer Tochter bekommen hat. Sie wollen mal wieder eine Party zusammen erleben, sagen sie. Auf welches Lied sie sich am meisten freuen? „Wenn sie tanzt“ von Max Giesinger natürlich. Das haben sie gemeinsam mit dem Paar Angela und Joachim Giesa, die wenige Meter entfernt das Geschehen vom Rand des Geländes aus verfolgen. Die beiden Mittvierziger wohnen in Eckernförde und haben schon vor Monaten entschieden, heute her zu kommen. „Wir haben so schöne deutschsprachige Musik, das sollte man würdigen“, sagen sie. Mit einer Gruppe Schülerinnen von der Lornsenschule und der A.P.-Møller-Schule sind auch einige absolute Festivalneulinge da. In Begleitung einer Mutter und Patentante feiern sie so den Auftakt ihrer Ferien. Auch für einen Familienausflug ist das Festival also gut. Härter gefeiert wird indes im Zentrum der Menge, wo neben Bier auch gerne mal Korn und Cola genommen wird. Aus Husum ist eine Gruppe angereist, die in ihrer Heimatstadt schon im vergangenen Jahr die Premiere des „Nospa Open Air“ mit Johannes Oerding besucht hatte.

Lob kommt von diesen Besuchern für das Wetter, die Stimmung solle aber noch steigen, heißt es zunächst. Je mehr das der Fall ist, desto besser läuft das Geschäft für Andreas Boenke, der einen kleinen Verkaufsstand mit speziellem Equipment für Festivalbesucher hat. Den Sommer über tourt er mit zwei Kollegen von Konzert zu Konzert und bringt glitzernde Sonnenhüte, Sonnenbrillen, Seifenblasen und Leuchtstäbe unter das Volk. Seine Auswahl sei ein Party-Gag, der immer ankomme, insbesondere zu fortgeschrittener Stunde, wenn die Leute richtig zu tanzen beginnen, berichtet Boenke. Genau das haben auch die beiden Schleswigerinnen Jacqueline und Nathalie Daniel vor, die das jugendliche Publikum der großen Festivals repräsentieren. Der Auftakt der Veranstaltung sei etwas schleppend, aber sicherlich werde sich das noch ändern, sagen sie.

Etwas einfacher das Publikum zu animieren haben es dann auch „Glasperlenspiel“ und der von vielen herbeigesehnte Max Giesinger. Handys und Knicklichter werden im Dunkel in die Höhe gereckt. Frank Zarp, Pressesprecher von Schloss Gottorf, ist zufrieden und spricht von über 4000 verkauften Karten. Auch der kaufmännische Geschäftsführer Guido Wendt ist guter Dinge. „Wir sind glücklich darüber, dass die Nospa mit der Idee des Festivals auf uns zugekommen ist“, sagt er. „Vielleicht können wir auf diese Art ja auch den ein oder anderen Besucher für unsere Museen gewinnen.“

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