Süderbrarup : Matschiges Moor

Wolfgang Pawlack und Marit Jacob beklagen am zugefrorenen Fußweg zur Info-Kanzel den Zustand der Spazierwege am Thorsberger Moor.
Wolfgang Pawlack und Marit Jacob beklagen am zugefrorenen Fußweg zur Info-Kanzel den Zustand der Spazierwege am Thorsberger Moor.

Spaziergänger ärgern sich über morastige Wege. Die Verwaltung in Süderbrarup verspricht Sanierung in Kürze.

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19. Februar 2018, 15:22 Uhr

Wolfgang Pawlack ist sauer. Er wohnt in der Nähe des Thorsberger Moors in Süderbrarup und geht täglich mit Hund Johann dort spazieren. Doch mit der Qualität der Wege in dem Naherholungsgebiet ist er überhaupt nicht zufrieden. Bereits auf dem Parkplatz beginnt das Martyrium. Die Fahrt von Schlagloch zu Schlagloch ist ein einziger Stoßdämpfertest. Die Kanzel mit den Informationstafeln steht unter Wasser – die Zugangswege ebenfalls. Und momentan ist das Gelände auch noch zu einer einzigen großen Eisplatte gefroren. „Diese Anlage ist Pfusch am Bau“, wettert er. Leute die so etwas planten, müssten doch damit rechnen, dass auch einmal das Wasser höher steht.“

Doch diese Probleme treten nur zeitweise auf. „Schlimmer sind die vier Matschlöcher auf dem Rundweg, die das ganze Jahr über da sind“, erregt er sich. Da müsse man entweder Gummistiefel tragen oder durchs Gebüsch daran vorbei drücken.

Pawlack hat sich darüber bereits im Dezember 2013 beklagt. Damals hieß es, die Mängel würden bald beseitigt. „Aber im Grunde genommen hat sich in den vergangenen fünf Jahren nichts geändert“, fährt er fort. Im Gegenteil: Es sei immer schlimmer geworden. Für Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer gebe es hier kein Durchkommen – selbst wenn es trocken wäre. Abhilfe könne alleine eine Höherlegung des Weges bringen, ist sich Pawlack sicher.

Nicht ganz so hart geht Margrit Jacob mit der Gemeinde ins Gericht. Auch sie geht täglich mit Hund Fine ins Thorsberger Moor. „Die Wege sind mittelprächtig begehbar“, meint sie. Im Moment sei es an einigen Stellen schwierig. Deshalb ginge sie auch nicht die ganze Runde. Als Grund für die matschigen Wege hat sie die Fahrzeuge der Gemeinde ausgemacht, die Spuren hinterlassen. „Aber wie sollen die sonst die Hundekotbeutel einsammeln oder Fällarbeiten machen“, meint sie. Ihren Unmut ist Margrit Jacob schon beim Bürgermeister losgeworden. Sie habe ihm empfohlen, Kies auf die matschigen Stellen schütten zu lassen, berichtet sie.

Dirk Lorenzen, Leiter des Süderbraruper Bauhofs, nimmt die Kritik gelassen auf. „Durch die Baumfällarbeiten sind die Wege zur Zeit wirklich angegriffen“, bestätigt er. Aber das anhaltende Regenwetter mache Sanierungsmaßnahmen aktuell unmöglich. Aus dem gleichen Grund sei der Pegelstand des Moores so hoch, dass das Wasser die Kanzel mit den Hinweistafeln überschwemmene. Das Thorsberger Moor habe keinen natürlichen Ablauf, erklärt der Fachmann. Und Regenmengen wie die im vergangenen halben Jahr habe man beim Bau der Kanzel mit Sicherheit nicht angenommen.

Doch der Verwaltungsmann gelobt Besserung in Kürze. Wenn das Wetter es zulasse, gehe die Gemeinde daran, die Sanierung der Wege in Angriff zu nehmen.

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