Schuby : Manege frei für Familie Traber

René Traber (links) und seine Familie:  Auch die Kleinsten packen wie selbstverständlich mit an.
René Traber (links) und seine Familie: Auch die Kleinsten packen wie selbstverständlich mit an.

Der Zirkus gastiert zurzeit auf Koppel am Schubyer Putjeredder.

shz.de von
07. Juni 2018, 14:00 Uhr

René Traber ist ein Zirkuskind. Er gehört zu den Söhnen der berühmten Artistenfamilie, die gemeinsam mit ihrem Vater Rudolf durch waghalsige Hochseilattraktionen weltweit bekannt wurden.

Mittlerweile klettert der 52-Jährige nicht mehr aufs Trapez, sondern führt durch die eineinhalbstündige Zirkusschau im „Universal Circus Traber“, der jetzt auch in Schuby Halt macht. Rund 250 Gäste finden Platz im großen Zelt auf der Koppel am Putjeredder, wenn Traber und seine Familie die Manege eröffnen. Der Zirkusdirektor ist seit Montag in Schuby und bereitet sich auf die Darbietungen vor. Die Tiere und deren Versorgung gehe dabei vor. Nicht nur bei dem heißen Wetter bauten die Artisten zuerst für die Tiere ein Schatten spendendes und wetterfestes Zelt auf.

„Den Tieren soll es gut gehen, und sie sollen sich wohlfühlen“, sagt der gebürtige Bremer. Deswegen bleibt nicht nur Pony „Maxi“ mit ihren 30 Jahren im mobilen Stall, sondern auch die Lamas. Die drei Tiere sind für einige Wochen befreit vom Zirkusdienst. „Die sind jetzt in der Brunftzeit und sind dann immer etwas frech und spucken auch mal um sich“, erklärt Traber.

Das Zirkusprogramm beinhaltet dennoch den Auftritt von weiteren Tieren, wie Ziegen, Ponys und Hunden. Die Traberfamilie will das Publikum zudem mit Jonglage, Akrobatik und Clownerie unterhalten. „Wir wissen, dass die Zirkuswelt vor allem wegen der Tiere immer kritisch gesehen wird, aber wir gehen offen auf die Menschen zu“, sagt der Artist in der zehnten Generation. Er stellt sich gerne den Fragen findet Besuche am Platz bereichernd.

Trotz des Vagabundenlebens findet er, dass seine Familie eine ganz normale ist. Seine fünf Kinder waren schulpflichtig und mussten auch Hausaufgaben machen. „Wir schlafen alle im eigenen Wohnwagen. Gefrühstückt wird zusammen im Küchenwagen“, erzählt Traber. Bei all der Enge und auch mal entstehenden Konflikten fühlen sich Traber, seine Söhne und deren Familien aber trotzdem frei. „Wir räumen Streit schnell aus. Wir reden einfach darüber“, erklärt er.

Ab morgen öffnet der Zirkus seine Manege. René Traber freut sich auf zahlreiche Besucher aus Schuby und Umgebung, bevor es die Artisten im Anschluss nach Sieverstedt und Viöl zieht.

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Vorstellungen: Freitag (Familientag, Erwachsene zahlen Kinderpreise) und Sonnabend um 17 Uhr, Sonntag um 14 Uhr

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