Modenschau : Mailand – Paris – Schleswig

Alexander Reich und Chiara Hartmann hoffen auf Sponsoren, um ihre Idee von der „Mare Baltikum Award & Show“ zu verwirklichen.
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Alexander Reich und Chiara Hartmann hoffen auf Sponsoren, um ihre Idee von der „Mare Baltikum Award & Show“ zu verwirklichen.

Chiara Hartmann und Alexander Reich wollen an der Schlei ein Mode-Event mit internationalem Format veranstalten.

shz.de von
17. Mai 2018, 08:26 Uhr

„Das ist so irre, das muss funktionieren!“ Mit diesen Worten lobte Bürgermeister Arthur Christiansen gestern im Ständesaal des Rathauses euphorisch das Konzept eines geplanten Mode-Events in Schleswig. Die Eventmanager Chiara Hartmann und Alexander Reich, der als Model arbeitet, stellten ihr Konzept für eine Fashion-Show mit Preisverleihung vor. Im nächsten Jahr soll die Show stattfinden.

Chiara Hartmann formuliert nicht unbedingt bescheiden: „Das Ziel ist, neben Paris und Mailand auch den Namen Schleswig als Hochburg für Mode etablieren zu können.“ Der Bürgermeister gab daraufhin zu: „Die Urschleswiger werden das wohl erst glauben, wenn sie es sehen.“

Doch die beiden Eventmanager standen nicht mit leeren Händen vor den Vertretern der Stadt und der örtlichen Unternehmen. Die beiden haben bereits mehrere in der Szene bekannte Namen für ihre Idee begeistern können. Kevin Oakes soll für die Choreographie zuständig sein. Er hat schon Shows für Jean Paul Gaultier und mit Nadja Auermann oder Carla Bruni gestaltet. Lars Wallin ist seit mehr als 20 Jahren Modedesigner des schwedischen Königshauses, spezialisiert auf Haute Couture und soll in der Jury für die Preisverleihung sitzen.

Die „Mare Baltikum Award & Show 2019“ soll vom 30. Mai bis zum 1. Juni 2019 erstmals stattfinden – und von da an jedes Jahr um diese Zeit. „Dadurch haben wir natürlich auch die Möglichkeit, uns jedes Jahr zu steigern und weiter zu etablieren“, sagte Reich. Thematisch wird es um die neun Anrainerstaaten der Ostsee gehen. Aus jedem Land werden zwei Designer ihre Arbeiten vorstellen, und der Gewinner wird mit dem „Mare Baltikum Award“ prämiert. Geschehen soll all dies in der Ladenstraße, die zum Laufsteg werden soll. Die Preisverleihung ist zum Abschluss auf Schloss Gottorf vorgesehen.

Bekannt machen wollen die beiden Veranstalter ihr Event vor allem über soziale Netzwerke im Internet. Sie sprechen Modeblogger und bekannte Instagrammer an. „Es werden sicher viele bekannte Leute anwesend sein“, sagte Hartmann. Konkrete Namen könne sie aber noch nicht nennen.

Eine ganz wichtige Sache aber fehlt noch: die Finanzierung. „Wir bräuchten ein Budget von 200 000 Euro, ideal wären 300 000, um richtig loszulegen.“ An diesem Punkt ließ Thomas Forck von der Interessengemeinschaft Ladenstraße (IGL) gestern seine Skepsis durchblicken: „Ich finde die Idee sensationell, aber wenn es um Finanzierung geht, dann ziehen sich viele zurück.“ Hartmann und Reich lassen sich davon nicht entmutigen. Kevin Oakes sei bereits selbst dabei, Sponsoren zu finden. Trotzdem würden sich Hartmann und Reich freuen, wenn auch lokale Unternehmen sich angesprochen fühlen. Sie sprechen von einer „große Breite an Sponsorenpaketen“, die man anbieten könne.

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