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Mitmachzirkus Fellini in Treia : Magische Momente in der Manege

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Treianer Schüler verwandeln sich im Mitmachzirkus Fellini in Clowns, Zauberer und Seiltänzer – und verzaubern 300 Besucher.

„Es ist einfach unglaublich schön zu zu sehen, was die Kinder in dieser kurzen Zeit auf die Beine stellen und wie aus schüchternen Schülern plötzlich mutige Clowns werden, die laut in ein Mikro sprechen, damit auch alle 300 Zuschauer im Zelt sie gut verstehen können“, erzählt Felix Frank. Er steht mitten in der Manege seines Zirkuszeltes, umgeben von Kindern, die gespannt seinen Anweisungen lauschen. „Schaut immer zum Publikum. Stellt euch in der richtigen Reihenfolge auf. Tempo, Tempo!“ Hier, im großen Zelt des Zirkus Fellini, gibt es klare Ansagen. Es ist auf dem Sportplatz hinter der Treianer Grundschule aufgebaut. Die Kinder waren eine Woche lang nicht nur Schüler, sondern auch Zauberer, Seiltänzer, Fakire, Akrobaten, Clowns, Bauchtänzer und Jongleure. Eine Woche lang trainierten sie hart und studierten ihre Nummern ein, um bei der großen Zirkusgala zu zeigen, was sie gelernt haben.

„Meine Kolleginnen und ich hatten diesen Mitmach-Zirkus schon lange im Kopf“, erzählt Schulleiterin Antje Harmsen, „mit dem Erlös unserer Kinderfest-Sammlung, der Unterstützung einiger Spender und den Eintrittsgeldern für die Gala können wir dieses tolle Projekt nun finanzieren“. Eine Stunde am Tag tauschten die Schüler ihre Schulhefte und Bücher gegen Jonglierringe, Clownsnasen und Turnkleidung. Dann ging es gruppenweise zu Felix Frank und seiner Frau Charlene ins Zirkuszelt, um dort zu trainieren und zu proben. Dabei waren die Gruppen bunt gemischt von der ersten bis zur vierten Klasse. Johanna (10) gefällt das besonders: „Ich finde es cool, das wir das alle zusammen machen. Kinder die viel können und auch die, die nicht so viel können. Wir ergänzen uns gut.“ Am ersten Tag wurden sie den verschiedenen Artistengruppen zugeordnet – je nach Lust und Laune, aber auch nach Talent.

„Felix und Charlene haben ein unglaublich gutes Gespür dafür, was den Kindern liegt und was sie leisten können“, staunt Antje Harmsen, „alle haben ihren Platz gefunden und fühlen sich in ihrer Gruppe wohl.“ Dass die Aufteilung der Kinder gut passte, erkannte man daran, dass alle Kinder motiviert waren und ihre Rolle gefunden hatten. Bei den Proben stand niemand herum, alle hatten eine Aufgabe.

Charlene und Felix Frank haben nicht nur ein gutes Gespür dafür, wer in welche Rolle passt. Sie sind Artisten mit generationsübergreifender Zirkuserfahrung. „Wir sind beide Zirkuskinder, ich bin sogar im Zirkus geboren“, verrät Felix Frank, „und wir haben schon immer gerne Kinder aus dem Publikum mit in unsere Vorstellungen einbezogen. Irgendwann hatten wir die Idee, uns ganz darauf zu konzentrieren.“ Der Mitmach-Zirkus Fellini war geboren und mit ihm ein Konzept, dass nicht nur Spaß bringt und die Kinder begeistert, sondern hinter dem sich ein pädagogischer Ansatz verbirgt. Es geht um viel mehr, als Akrobatik, Zauberei und Nervenkitzel. Es geht um Verantwortung, Gemeinschaft, Wertschätzung, Disziplin, Vertrauen – Werte, die mitunter nicht ganz einfach vermittelbar sind. In der Manege sind sie jedoch unerlässlich und hier lernen die Kinder, wie wichtig es ist, sich aufeinander verlassen zu können, zum Beispiel dann, wenn man eine Pyramide baut, oder wenn man in einer dunklen Kiste hockt und die anderen Säbel hineinstecken. Nur gemeinsam kann man Großes erreichen. Und nur gemeinsam können die kleinen Artisten während der Zirkusgala, die Eltern und Geschwister begeistern.

Nach einer Woche voller Proben war es jetzt soweit: Die Gesichter wurden geschminkt und die Ränge im Zirkuszelt füllten sich bis auf den letzten Platz. Die Spannung hinter dem Vorhang stieg genauso, wie die davor. Alle waren hochkonzentriert – und sie zeigten, was sie gelernt hatten: Die Clowns waren gut gelaunt, die Fakire voller Feuereifer, die Artisten gespannt, die Zauberer magisch, die Seiltänzer traumhaft, die Bauchtänzerinnen orientalisch und die Jongleure hatten alles im Griff. Kurz gesagt: Die Vorstellung war ein riesen Erfolg, und die Artisten kassierten den Lohn für ihre Arbeit – tosenden Applaus und begeisterte Zuschauer.

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