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Hollingstedt : Mähdrescher und Kornfeld in Flammen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Nachdem ein Feuer bei Erntearbeiten ausbrach, rückten acht Wehren aus. Das trockene Wetter erschwerte ihnen allerdings die Wasserversorgung.

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2014 | 17:48 Uhr

Großalarm in Hollingstedt: Am Sonnabend alarmierte ein Mähdrescherfahrer die Rettungsleitstelle Nord in Harrislee. Die erschreckende Nachricht: Sein Mähdrescher sei im Hollingstedter Ortsteil Hye in Brand geraten – und die Flammen hätten schon auf das Kornfeld übergegriffen.

Die Leitstelle löste sofort Großalarm aus: Die Wehren aus Hollingstedt, Dörpstedt, Ellingstedt, Ostenfeld, Silberstedt, Schuby, Kropp und Erfde wurden mit 15 Einsatzfahrzeugen zum Brandeinsatz beordert. Zur Sicherheit stand auch ein Rettungswagen bereit.

Auch der Amtswehrführer Bernd Waschnick war vor Ort. „Dieser Aufwand war notwendig, da unsere Leute neben dem brennenden Mähdrescher auch den Brand des Kornfeldes eindämmen und löschen musste“, sagte Einsatzleiter Andreas Gretemeier von der heimischen Wehr.

Erschwerend kam hinzu, dass sich die Wasserversorgung in der Feldmark als äußerst schwierig erwies: In der Gegend gibt es lediglich einen kleinen Teich und die Rheider Au, die direkt an dem sechs Hektar großen Kornfeld vorbei fließt. Allerdings gab es wegen der großen Hitze der vergangenen Wochen kaum Wasser in der Au, erläuterte Gretemeier.

Die mit Wasser für den Erstangriff ausgerüsteten Fahrzeuge wurden gezielt zur Brandbekämpfung am Mähdrescher und der vielen Brandnester und Brandflächen im Kornfeld eingesetzt. Als die ersten Wehren an der Brandstelle erschienen, brannte der Mähdrescher lichterloh und Teile des Kornfeldes standen in Flammen. Der Mähdrescherfahrer berichtete, dass es einen kurzen, lauten Knall gegeben habe und dann seien schon die ersten Flammen aus dem Mähdrescher geschossen – und die hätten auch das Feld in Brand gesetzt.

Der Einsatz eines Feuerlöschers erwies sich als völlig zwecklos. Durch den gezielten Einsatz der Wehren, war der Brand nach etwa einer Stund gelöscht. Zum Einsatz kamen dabei auch Feuerpatschen, die üblicherweise bei Flächenbränden zum Einsatz kommen.

So konnte ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte Kornfeld verhindert werden. Eine Feuerwache blieb am Brandherd. Um das Übergreifen von auflodernden Feuern aus Brandnester auf die gesamte Fläche zu verhindern, wurden Ackerstreifen als Brandschleusen gepflügt. Die Höhe des Schadens konnte bisher noch nicht beziffert werden.

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