Plöner See : Mädchen aus Schuby verbrennt sich beim Steinesammeln – vermutlich Phosphor

Mit spezieller Schutzkleidung sucht der Kampfmittelräumdienst den Plöner See nach dem gefährlichen Phosphor ab.
Mit spezieller Schutzkleidung sucht der Kampfmittelräumdienst den Plöner See nach dem gefährlichen Phosphor ab.

Es sah aus wie Bernstein: Ein achtjähriges Mädchen aus Schuby hat sich schwere Verbrennungen zugezogen, als sich ein Stück Phosphor in ihrer Hosentasche entzündete.

shz.de von
02. Oktober 2014, 12:15 Uhr

Ein achtjähriges Mädchen aus Schuby hat Sonntagmittag schwere Verbrennungen an den Oberschenkeln erlitten, als es einen vermeintlichen Stein in die Hosentasche steckte. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Die Schülerin war mit ihrer Familie am Ufer des Plöner Sees unterwegs und sammelte dort Steine. Einer davon fing vermutlich aufgrund einer chemischen Reaktion mit der Luft Feuer. Ihr Vater reagierte geistesgegenwärtig und konnte die brennende Kleidung schnell löschen. Das Mädchen kam ins Krankenhaus.

Bei dem vermeintlichen Stein handelt es sich vermutlich um Phosphor. Untersuchungen laufen aktuell. Bereits am Sonntagnachmittag untersuchten Polizeibeamte das Seeufer nach weiterem Phosphor im Uferbereich, am Montag wurde die Suche durch Experten des Kampfmittelräumdienstes fortgesetzt. Gefunden wurde jedoch nichts.

Dennoch rät die Polizei zur Vorsicht und bittet darum, aufgefundene Steine nicht in den Taschen der Kleidung zu verstauen. Bereits in der Vergangenheit ist es landesweit zu Unfällen mit Phosphor gekommen, den Sammler für Bernstein oder ähnliches hielten.

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