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Schleswiger Nachrichten

24. September 2017 | 00:01 Uhr

Tag des offenen Denkmals : Macht und Pracht

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Tag des offenen Denkmals: Am Sonntag öffnen zahlreiche historische Stätten ihre Türen für Besucher

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2017 | 14:14 Uhr

Architektur und Kunst waren schon immer ein Ausdruck von Schönheit und Wohlstand, aber auch ein deutlicher Hinweis weltlicher und kirchlicher Machtansprüche ihrer Erbauer und Auftraggeber. Das Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals, „Macht und Pracht“, fasst dieses Gefüge in zwei Worten zusammen. Und die Besucher können daran teilhaben: Am Sonntag öffnen verschiedene historische Bauten und Stätten im Kreis Schleswig-Flensburg ihre Pforten.

Schifferkirche Arnis

Das Gotteshaus wurde 1673 als Fachwerkirche errichtet, das Fachwerk ist aber nur noch an der Nordwand erhalten. Das Gestühl in der Kirche stammt noch aus dem Baujahr. Außerdem können sich die Besucher die geschnitzte Renaissance-Kanzel und vier Votivschiffe – darunter das vor 1838 gebaute dreimastige Linienschiff mit zwei Kanonendecks, Gallionsfigur und voller Besegelung – anschauen. Das älteste Votivschiff ist die 1770 von Kapitän Hans Haack gefertigte Dreimastgalliote „Privilegia“. Am Sonntag ist die Kirche ab 10 Uhr geöffnet, Führungen bietet Elke Schock ab 14 Uhr an. Weitere Auskünfte erteilt Küsterin Karin Borngräber unter der Telefonnummer 0  46  42  /  92  47  27, E-Mail an k.borngraeber@e-breef.de.

Industriemuseum Kupfermühle

In Harrislee können Besucher die Fabrikanlage mit den Arbeiterwohnungen besichtigen, die seit über 350 Jahren am authentischen Standort stehen. Das Hammerwerk wurde um 1612 gegründet. Seit Juli 2014 gibt es das Industriemuseum Kupfermühle mit Kupfer- und Messingsammlung, historischem Rundgang, denkmalgeschützter Dampfmaschine, Wasserrad, Hammerwerk, Schmieden und Kleinmaschinen in drei Industriehallen. Dies alles kann von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden. Kurzführungen werden stündlich durch ehrenamtliche Mitarbeiter angeboten. Außerdem gibt es Vorführungen von Maschinen, Schmiede und Dampfmaschinenmodelle in Aktion. Kontakt: Susanne Rudloff, Telefon 0461  / 407  71  25, E-Mail museum@kabelmail.de.

Mühle Hoffnung

Die Erdholländer-Windmühle mit Steert und Segelflügeln steht in Munkbrarup. Drei Mahlgänge und ein Pellgang sind erhalten. Die Mühle stellt windgeschälte Graupen her. Im Mahlsaal finden standesamtliche Trauungen statt. Zurzeit werden die Windmühlenflügel saniert. Geöffnet ist die Mühle von 10 bis 18 Uhr, Führungen werden nach Bedarf angeboten. Bei gutem Wetter werden die Mühlenflügel saniert. Für Besucher gibt es warme Suppen, Kaffee und Kuchen im Backhaus zur Stärkung. Weitere Infos unter Telefon 0  46  31  /  35  95, E-Mail info@muehle-munkbrarup.de.

Bunker „Simon“

Der Bunker „Simon“ ist ein ehemaliger Ausweichregierungssitz und befindet sich unter der Akademie Sankelmark in Oeversee. Der Bunker bot bis zu 160 Personen Platz und wurde bis 1990 vom Sozial- und Wirtschaftsministerium genutzt. Mit Ausnahme des Inventars ist der Bunker weitgehend erhalten. Geöffnet ist er am Sonntag von 14 bis 16.30 Uhr, Heiko Hiltmann, Christian Pletzing und Hans Baron bieten um 14, 15 und 16 Uhr Führungen an. Kontakt: Garnet Friedrichsen, Akademie Sankelmark, Telefon 0  46  30  /  550, E-Mail g.friedrichsen@eash.de.

Marienkirche

Die Marienkirche in Rabenkirchen-Faulück wurde im 12. Jahrhundert als Feldsteinbau errichtet und im 15. Jahrhundert durch Chor und Turm erweitert. Noch heute befinden sich im Inneren des Gotteshauses Malereien des 17. Jahrhunderts, die aufwendig geschnitzte Kanzel (1637) von Bernd Cornellissen aus Husum sowie eine der ältesten Barockorgeln Angelns von 1697, vermutlich von Matthias Hansen. Im 1912 erneuerten Gemeindegestühl befinden sich noch alte Bankwangen des 16. Jahrhunderts. 2006 wurde der Kirchturm renoviert. Besichtigungen sind von 10 bis 17 Uhr möglich, Führungen finden ab 14 Uhr nach Bedarf mit Reinold Hillebrand statt. Hillebrand ist unter Telefon 0  46  42  /  28  84 und per E-Mail an hille.fau@t-online.de erreichbar.

Logenhaus der Freimaurerloge Carl zur Treue

Die historische Stadtvilla in der Flensburger Straße 5 in Schleswig wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Bis Ende des Zweiten Weltkriegs diente sie als repräsentatives Wohnhaus und wurde ab 1945 als Offiziersheim der britischen Besatzungstruppen genutzt. Seit 1955 beheimatet das Haus die Freimaurerloge Carl zur Treue. Öffnungszeit ist am Sonntag von 11 bis 17 Uhr, Führungen nach Bedarf durch Logenbrüder. Für die Besucher gibt es Vorträge, Informationen über die denkmalgeschützte Rotbuche auf dem Grundstück der Villa sowie Kaffee und Kuchen zum Selbstkostenpreis. Kontakt: Michael Bartels, Telefon 0175/169  90  17, E-Mail m.bartels@gmx.com.

Schleswiger Dom

Der St.-Petri-Dom zu Schleswig wurde zum ersten Mal im Jahr 1134 urkundlich erwähnt. Der Bau des Doms dauerte bis zur Reformation an. Die letzte große bauliche Veränderung stand Ende des 19. Jahrhunderts mit Turmbau, neuen Glasfenstern und der Freilegung der Wandmalereien an. Der Tag des Denkmals beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Zwischen 11 und 17 Uhr finden verschiedene Vorträge und Mitmach-Aktionen wie eine Königstour statt.

St.-Johannis-Kloster

Im St.-Johannis-Kloster in Schleswig haben Benediktinerinnen und Konventualinnen eine Vielzahl kostbarer Kleinodien hinterlassen, zum Beispiel das Nonnengestühl im Rempter, die hölzerne Schale mit dem Kopf des Klosterpatrons, die Kalktünchmalerei in der Klosterkirche oder die sich ebenfalls dort befinden Wappenschilde der Konventualinnen. Der Bibelgarten zeigt Pflanzen der Bibel und der christlichen Tradition. Der Freundeskreis des St.-Johannis-Klosters lädt die Besucher dazu ein, sich die vielfältigen Ausdruckformen von „Macht und Pracht“ im Kloster anzusehen. Dafür werden von 13 bis 17 Uhr die Türen geöffnet sein. Zwei Führungen nehmen die Besucher mit auf eine Reise in die Klosteranlage und geben spannende Einblicke in das Leben seiner früheren Bewohnerinnen. Die Führungen starten um 14 und 16 Uhr in der Kirche. Kontakt: Michael Bruhn und Gisela Andresen, Telefon 0  46  21  /  258  53, E-Mail an info@bibelzentrum.nordkirche.de.

Windmühle Renata

Der einstöckiger Gallerieholländer von 1883 ist mit Steert und Jalousieflügeln erhalten. Auch eine Einrichtung für drei Mahlgänge ist vorhanden. Die Mühle hat einen 30-PS-Dieselteerölmotor von 1936. 2002 wurde die Mühle umfangreich restauriert und fünf Jahre später zur Betriebsmühle umgebaut. Geöffnet ist der Gallerieholländer am Sonntag von 10 bis 17 Uhr, Führungen werden nach Bedarf angeboten. Außerdem werden frisches Mühlenbrot, Vollkornschrot und Tierfutter verkauft. Kontakt: Heiko Rosin, Telefon 0  46  35  /  16  56, und Walter Skau, Telefon 0160- 90  36  74  12.

Ohlsen-Haus

Das Fachhallenhaus in Süderstapel wurde Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet. Erhalten ist ein reich verzierter Fachwerkprachtgiebel mit reetgedecktem Krüppelwalmdach. Nach Norden wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Stall angebaut. Heute wird es als Dorfgemeinschaftshaus genutzt. Besucher können das historische Gebäude von 10 bis 17 Uhr besichtigen. Kontakt: Arno Vorpahl, Telefon 0  48  83  /  710, E-Mail arno.vorpahl@t-online.de.

 

 

 


 


 

 

 


 
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