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Terrierdame aus Havetoft : Lunas Ballkünste begeistern

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Weil die Terrierdame Luna auf dem Sportplatz stets Bälle zerbiss, wurde sie erzogen: Jetzt beherrscht sie den Umgang mit dem Anti-Stressball für Ferkel. Diesen balanciert sie wie ein Seehund auf der Nase.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Wer den Hovtoft Krog in Havetoft außerhalb der normalen Öffnungszeiten betritt, wird von Luna, einer vierjährigen Terrierdame, angebellt, bis ein kompetenter Vertreter der Gaststätte den Besucher in Empfang nimmt. Wer Luna aber außerhalb des Hauses begegnet, kann ihre besonderen Fähigkeiten bewundern. Denn sie ist in der Lage, wie ein Seehund einen Ball auf der Nasenspitze zu jonglieren.

Bälle übten auf den Terriermischling schon immer eine starke Anziehungskraft aus. Doch machte diese sich anfangs auf recht negative Weise bemerkbar. Denn Luna hatte die Angewohnheit, auf dem naheliegenden Sportplatz beim Training der Fußballmannschaften aufzutauchen, den Ball zu jagen und einfach zu zerbeißen. Als Besitzerin Monika Detlefsen den zehnten Fußball bezahlt hatte, wurde ihr das zu bunt und sie begann, mit Hundetrainerin Uschi Greve an einem Umerziehungsprogramm zu arbeiten. Das bestand im Wesentlichen darin, dass Luna einen eigenen Ball bekam, mit dem sie unter Aufsicht spielen durfte. Biss sie hinein, wurde der Ball weggesperrt.

Die kreative Hundedame musste sich also eine neue Form des Ballspiels angewöhnen. Das bestand darin, dass sie den Ball vor sich hertrieb, wie ein Dribbling beim Fußballspiel. Das ideale Sportgerät ist dabei ein Anti-Stressball für Ferkel, der nicht mehr zerbissen werden kann. Damit entwickelt sie artistische Fähigkeiten. Sie wirft ihn hoch und lässt ihn über den ganzen Körper laufen, wie ein brasilianischer Stürmer beim Ausspielen der Verteidigung. Dann jagt sie ihm hinterher. Doch ihre Königsdisziplin ist das Balancieren des Balls auf der Nase, nachdem sie den Ball selbst hochgeworfen hat. Sie schafft es noch nicht ganz so lange wie ein Seehund. Aber zehn oder mehr Sekunden kann dieser Akt schon dauern.

Ihr Frauchen kann diesen Prozess nur bedingt kontrollieren. „Ich kann ihr sagen: Los geht’s, oder: Aus. Aber dazwischen macht sie, was sie will“, erklärt Monika Detlefsen. Bei ihren Gästen ist der „Seehund“ beliebt und es gab schon Angebote, ihn abzukaufen. Aber hergeben würde sie den Hund nicht einmal für eine fünfstellige Summe, „nicht meine Luna“.

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