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Auftritt in Schleswig : Luke Mockridge bringt die „Heimat“ zum Brodeln

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

600 Zuschauer wollten das Programm „I’m lucky, I’m Luke“ sehen.

Als Luke Mockridge am Sonnabend in der Heimat als „sexy, jung und fucking lustig“ angekündigt wurde, gab es bei den 600 Zuschauern kein Halten mehr. Es dürften aber nicht nur die Jubelarien gewesen sein, die den 26-jährigen Comedian mit dem verschmitzten Lachen fragen ließen: „Alter, wo bin ich hier denn?“ Da, wo man landet, wenn man, so Mockridge, „gefühlte 100 Stunden in den Norden fährt: Also fast in Dänemark“.

Wenn Luke Mockridge mit seinem Programm „I’m lucky, I’m Luke“ auf Tour ist, liebt er es, auf Tuchfühlung mit dem Publikum zu gehen – auch wenn darunter Leute mit typisch norddeutschen Namen wie Tjark, Jelle und Morten sind. „Ihr verarscht mich doch“, meinte er ungläubig. Das johlende Publikum, das mindestens so gut aufgelegt war wie der Comedian selbst, war ausgesprochen jung. Die Mehrheit war wie Mockridge Kind der 90er Jahre. So hatten die Zuschauer auch kein Problem damit, den Song zu erkennen, den das Multitalent in die Tasten des „Geflügels“ haute und dabei lauthals grölte: „Lemon Tree!“ Highlight des 90er-Jahre-Medleys: Das Titellied der Zeichentrick-Serie Gummibärenbande. „Ihr singt geil – gestern in Kiel war es nicht so gut“, meinte Mockridge und schlug vor: „Lasst uns doch ’ne Band gründen!“

Nur einmal schien die Zuneigung zwischen Publikum und Comedian auf der Kippe zu stehen: Als er ein Kaugummi, das ihm zugeschmissen wurde, zur Seite legte. „Buh!“ und „Essen! Essen!“ hallte es ihm entgegen, woraufhin er leicht weinerlich entgegnete: „Wer seid ihr denn? Ich dachte, wir sind eine Band.“ Er biss dann doch drauf rum – und am Ende freute sich ein Zuschauer über die angekaute Süßigkeit als Trophäe.

Nach der Pause, in der die Schleswiger aufgefordert wurden, Selfies online zu posten, pickte er sich zwei Fußballer raus, holte sie auf die Bühne und wünschte ihnen in einem Selfie-Video für das nächste Spiel „drei Punkte“. Doch er hatte auch Tipps fürs Leben auf Lager: Wenn Frauen sagen „Du bist so doof“ sei dies ein Liebesschwur. Und wo andere Comedians eine Spitze setzen, blieb er charmant: Abgeschminkte Frauen in ranzigen Schlafklamotten seien „die schönsten Geschöpfe, die Gott uns geschickt hat“.

Mit „I’m lucky, I’m Luke“ wolle er dem Meckern entgegenwirken,denn eigentlich sei doch alles toll. Dennoch wurde er am Ende kurz politisch: „Es ist erbärmlich, dass man das Glück nicht mit anderen teilen kann hier in unserem Land. Also teilt euer Glück!“

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erstellt am 14.Sep.2015 | 07:23 Uhr

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