Richtfest an den Königswiesen : Lobende Worte im eisigen Ostwind

Richtspruch in luftiger Höhe: Damian Promnik (von rechts) vom Generalunternehmer Köster aus Kiel, Bauherrin Sybille Schmid-Sindram, ihr Sohn Sascha Sindram, Polier Michael Nehlsen, Architekt Paul Sindram sowie Schmid-Sindrams Enkelkinder Leni und Nina.
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Richtspruch in luftiger Höhe: Damian Promnik (von rechts) vom Generalunternehmer Köster aus Kiel, Bauherrin Sybille Schmid-Sindram, ihr Sohn Sascha Sindram, Polier Michael Nehlsen, Architekt Paul Sindram sowie Schmid-Sindrams Enkelkinder Leni und Nina.

Bauherrin Sybille Schmid-Sindram feiert Richtfest für ihr neues 50-Millionen-Euro-Wohnquartier an den Königswiesen.

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17. März 2018, 07:45 Uhr

Als Vizepräsident des Deutschen Bundestages ist Wolfgang Kubicki ein vielbeschäftigter Mann. Aber wenn seine langjährige Freundin und Geschäftspartnerin Sybille Schmid-Sindram ruft, dann nimmt sich der FDP-Politiker die nötige Zeit. Und so war er denn gestern auch der Einladung zum Richtfest im neuen Wohnquartier an den Schleswiger Königswiesen gefolgt.

Im eisigen Ostwind, der über Schleswigs größte Baustelle fegte, fand Kubicki lobende Worte für die Investorin: „Sybille, Du hast in Deinem Leben viele Schmähungen erlebt. Hier hast Du gezeigt, dass Du eine große Unternehmerin bist.“ Schleswig-Holstein bräuchte mehr solch mutiger Unternehmer, meinte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Liberalen. Das Wohnquartier werde für neue Kaufkraft sorgen und Schleswig guttun, so Kubicki vor den geladenen Gästen, zu denen auch der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp zählte.

Rund 50 Millionen Euro investiert Schmid-Sindram in den Bau der sieben mehrgeschossigen Gebäude. 120 Mietwohnungen des gehobenen Standards entstehen, zudem ein Dienstleistungszentrum mit 1200 Quadratmetern Nutzfläche. Die Fertigstellung des ersten Hauses ist für Oktober geplant, das komplette Bauvorhaben soll in gut einem Jahr abgeschlossen sein. Die Gebäude zeichnen sich durch große Glasfronten und helle Klinker aus. Schmid-Sindram hat nach eigenen Worten bereits mehr als 400 Anfragen von potenziellen Mietern.

„Ich denke, ich habe eine kleine Stadt gebaut“, freute sich die Bauherrin, die im Sturm Mühe hatte, nicht die Zettel ihres Manuskripts aus den Händen zu verlieren. Worte des Dankes fand sie für ihren Sohn Paul Sindram, der als Architekt für das Projekt verantwortlich zeichnet: „Mein Paul hat hier eine Glanzleistung vollbracht.“

Der so Gelobte ist sich bewusst, dass das Bauvorhaben aufgrund seiner Dimension in der Bevölkerung nicht unumstritten ist. „Ich denke aber, dass Schleswig diesen Bau vertragen kann.“ In den zurückliegenden Jahren habe man sich ohnehin mehr und mehr von der alltäglichen Kleinstadtarchitektur verabschiedet, so Sindram. Er dankte den Vertretern von Politik und Verwaltung, die dieses „für Schleswig ja doch außergewöhnliche Bauprojekt“ von Anfang an positiv begleitet hätten.

Bürgermeister Arthur Christiansen betonte, dass Sybille Schmid-Sindram mit ihrem Projekt einen „wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung“ leiste. Es werde die Innenstadt beleben. „Wir freuen uns, dass Du das realisiert hast“, sagte der Bürgermeister an die Adresse der Investorin gewandt.

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