Video vom Unfall bei Sieverstedt : Lkw verunglückt – L317 zwischen Tarp und Schleswig gesperrt

Der mit Trockenfisch beladende Lastwagen kippte in die Böschung.
Der mit Trockenfisch beladende Lastwagen kippte in die Böschung.

Ein Lastwagen fuhr aus bislang unbekannter Ursache in einen Graben. Die Bergung kann noch den ganzen Tag dauern.

shz.de von
11. Mai 2015, 10:00 Uhr

Sieverstedt | Ein Lastwagenunfall hat am frühen Montagmorgen nicht nur einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst – die vielbefahrene Landesstraße zwischen Tarp und Schleswig wird voraussichtlich einen großen Teil des Tages für die Bergungsarbeiten voll gesperrt werden müssen.

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Gegen 5.10 Uhr am Morgen war der Fahrer eines Sattelzuges auf der L317 plötzlich und aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Der Mann fuhr mit seinem tonnenschweren Gefährt durch die Bankette in den Seitengraben, wo der Lastzug auf die Seite stürzte.

Da sich der Fahrer nicht selbst aus der Kabine befreien konnte, wurden neben Rettungswagen und Notarzt auch die Feuerwehren Sieverstedt-Stenderup, Tarp und Lürschau zur Befreiung des Mannes alarmiert.

„Wir haben die große Frontscheibe der Zugmaschine herausgesägt, den Fahrer herausgehoben und an den Rettungsdienst übergeben“, wie Amtswehrführer Gerhard Nörenberg berichtet.

Der Verunglückte wurde mit einem Rettungswagen in die Notaufnahme eingeliefert. Er hat nach ersten Erkenntnissen der Polizei jedoch glücklicherweise nur leichte Verletzungen und einen Schock.

Auch die Tanks des mit Trockenfisch voll beladenen Lastzuges blieben bei dem Unfall unbeschädigt – dennoch wird die Bergung mehrere Stunden dauern. Ein Spezialunternehmen wird den Lastzug zunächst entladen und die Ware auf einen Ersatz-Lastwagen umladen, bevor die eigentliche Bergung des umgestürzten Sattelzuges beginnen kann. Auch diese Aufgabe wird kein leichtes Unterfangen, da mehrere Baumwurzeln, die der Lastzug überfahren hat, die Bergung erschweren.

Die Landesstraße soll ab acht Uhr voll gesperrt werden. Der Verkehr wird dann von der Polizei umgeleitet. Autofahrer sollten zwischen Flensburg und Schleswig und in umgekehrter Richtung bestenfalls auf die Autobahn ausweichen, um Behinderungen zu vermeiden.

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