Lindaunis : Lkw ruinieren Schlei-Brücke

Obwohl die Schleibrücke von Lindaunis für Fahrzeuge ab 2,30 Meter Breite gesperrt ist, wird sie dennoch von einzelnen Lastern befahren.
Obwohl die Schleibrücke von Lindaunis für Fahrzeuge ab 2,30 Meter Breite gesperrt ist, wird sie dennoch von einzelnen Lastern befahren.

Die Reparaturen an der Schleibrückle Lindaunis sollen am Freitag abgeschlossen werden. Ursache für die Schäden sind offenbar schwere Lkw, die über die Brücke fahren, obwohl sie es nicht dürfen.

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02. Dezember 2014, 07:26 Uhr

Nicht teuer, aber ärgerlich und vermeidbar – so lässt sich die derzeitige Sperrung der Lindaunisbrücke zusammenfassen. Seit gestern ist die Klappbrücke bis voraussichtlich Freitag – aus Rücksicht auf den Berufsverkehr – täglich von 9 bis 15 Uhr wegen Bauarbeiten nur für den Linienverkehr, Radfahrer und Fußgänger frei. Während der Zeit sollen alle Fahrbahntafeln und die hölzernen, der Fahrbahn zugewandten Bordstein-Innenseiten kontrolliert und bei Bedarf befestigt werden.

„Eine der Bordstein-Innenseiten hatte sich gelöst, lag auf der Fahrbahn und stellte ein Unfallrisiko dar“, erläutert Hartwig Schröder, Inhaber der gleichnamigen Stahlfirma, die mit den Arbeiten beauftragt wurde. „Daher ist sofortiges Handeln nötig.“

Die dafür anfallenden Kosten schätzt Schröder auf rund 4000 Euro. Zumindest einen Teil davon hätte sich die Deutsche Bahn als Eigentümerin aber sparen können. Schröder: „Über die schmale Brücke fahren viele Fahrzeuge, die das nicht dürfen, etwa Trecker mit Anhängern oder Schwertransporte.“ Denn die Fahrzeuge dürfen maximal 2,30 Meter breit sein und eine Achslast von zehn Tonnen haben. Doch daran halten sich bekanntlich nicht alle hinterm Steuer – und fahren über die Holzkanten des Bürgersteigs, die sich dadurch nach und nach lösen.

Nicht einmal von den Straßenschildern und Warnbaken, die auf die Sperrung hinweisen, lassen sich alle Fahrer abhalten. „Hier sind schon ein Schwertransporter und eine Autofahrerin trotz der Sperrung drüber gefahren“, berichtet Gerhard Ziegler, einer der vier Arbeiter auf der Baustelle. „Daher haben wir zusätzlich Flatterband vor der Brücke aufgehängt.“

Eine verstärkte Kontrolle der Polizei ist jedoch auch für die Zeit nach Aufhebung der Sperre nicht geplant. „Wir sehen keine Notwendigkeit dafür“, sagt Sönke Hinrichs, Pressesprecher der Polizeidirektion Neumünster, auf Anfrage unserer Zeitung. „Anders als bei der Rader Hochbrücke ist die Statik nicht gefährdet.“ Diese soll dennoch einige Jahre länger durchhalten als die 1927 erbaute Lindaunis-Brücke, deren Neubau eventuell schon kommendes Jahr beginnt (wir berichteten). „Davor werden im Frühjahr 2015 noch die Fahrbahnplatten ausgetauscht“, sagt Firmenchef Schröder. Bis zum Neubau sollen sie halten.

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