Reichel : Liesegang übernimmt Buchhandlung in Rendsburg

Die Buchhandlung Reichel in der Rendsburger Innenstadt mit integrierter Tourist-Information.
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Die Buchhandlung Reichel in der Rendsburger Innenstadt mit integrierter Tourist-Information.

Das Schleswiger Traditionsunternehmen Liesegang eröffnet seine vierte Filiale – und denkt über weitere Expansion nach.

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20. Januar 2015, 07:45 Uhr

Filialen in Husum und Eckernförde betreibt die Schleswiger Traditionsbuchhandlung Liesegang schon seit Jahren. Jetzt kommt ein vierter Standort hinzu. Seit gestern gehört auch die größte Rendsburger Buchhandlung zu Liesegang. Die dortige Firma Reichel am Schiffbrückenplatz hatte im vergangenen Oktober Insolvenz anmelden müssen. Die Kunden fanden seither ein immer weiter schrumpfendes Angebot vor. Das soll sich nun wieder ändern. Liesegang möchte das Sortiment – so wie in Schleswig – um Schreibwaren und Geschenkartikel erweitern.

„Den bisherigen Inhaber Benjamin Vohs kennen wir gut“, sagt Markus Reiprich, der bei Liesegang das operative Geschäft führt. Mit der Übernahme wolle man ihn deshalb auch unterstützen. Vohs wird nun bei Liesegang als Leiter der Rendsburger Filiale angestellt. Für die Kunden soll sich zunächst nichts ändern. Namen und Gesichter im Verkauf bleiben bestehen, bestätigt Christian Liesegang, Geschäftsführer der Liesegang GmbH. „Alle zehn Mitarbeiter im Verkauf werden übernommen. Wir haben in der Schiffbrückengalerie einen langen Mietvertrag abgeschlossen.“ Für Ende Februar sei ein Umbau der 500 Quadratmeter großen Verkaufsfläche geplant, so Liesegang. Erst im Zuge dieser Veränderungen werde der Name „Reichel“ von der Außenfassade verschwinden und durch „Liesegang“ ersetzt werden. Man wolle einen behutsamen Übergang erreichen.

Eine Verkleinerung des Ladens sei nicht geplant, kündigte der Geschäftsführer an. „500 Quadratmeter benötigen wir für unser Konzept“, sagte er und verwies auf die noch größeren Liesegang-Filialen in Schleswig (750 Quadratmeter) und Husum (800).

Reiprich will nicht ausschließen, dass Liesegang in den kommenden Jahren Filialen in weiteren Nachbarstädten eröffnet. „Wenn sich die Chance ergibt, können wir uns das gut vorstellen“, sagt er. Insgesamt sei der Buchhandel zwar eine schrumpfende Branche, regionale Filialisten zählten aber bundesweit zu den Gewinnern der vergangenen Jahren.

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