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Abgespecktes Programm : Letzte Chance für den Friedrichsberger Flohmarkt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Auf dem Friedrichsberger Flohmarkt am 2. Dezember wird einiges anders sein als in den Vorjahren.

von
erstellt am 10.Okt.2017 | 07:44 Uhr

Als Ingo Harder vor drei Jahren den Friedrichsberger Adventsflohmarkt wiederbelebte, da war die Freude bei vielen Schleswigern groß. Schließlich hatte der Eventmanager eine wahre Kultveranstaltung, die früher Tausende Menschen in die Friedrichstraße lockte, aus einem acht Jahre dauernden Dornröschenschlaf erweckt. Doch an alte Zeiten anknüpfen konnte der Flohmarkt unter Harders Regie nur bedingt. Die Resonanz bei Anbietern und Besuchern blieb sowohl 2015 als auch 2016 vergleichsweise bescheiden, was nur zum Teil am Wetter lag. „Die Menschen sind einfach nicht mehr bereit, den nötigen Enthusiasmus zu zeigen und zwei Tage lang ihre Sachen zu verkaufen“, hat Harder festgestellt. Im vergangenen Jahr habe er nur etwa 300 Meter an Ständen vermietet. Und auch der Versuch, dem Publikum nebenbei Live-Musik zu präsentieren, habe nicht die erhoffte Wirkung gezeigt.

Aufgeben will Harder allerdings noch nicht. „Ich mache das für Schleswig und den Stadtteil – der Friedrichsberg liegt mir auch am Herzen“, sagt er. Doch wird der diesjährige Adventsflohmarkt in abgespeckter Form stattfinden. Statt wie bisher an zwei Tagen werden die Stände nur noch an einem Tag auf der Friedrichstraße stehen, und zwar am Sonnabend, 2. Dezember. „Der Flohmarkt beginnt um 14 Uhr und endet um 2 Uhr nachts“, kündigt Harder an. „Alles andere lohnt sich nicht.“

In diesen Tagen würden die Anwohner über die Veranstaltung informiert. Auch erhielten diese ein Vorrecht, vor ihrem Haus einen Stand aufzubauen. Die Standgebühr betrage sechs Euro pro Meter. Die zusätzlichen Pfandgebühren – dadurch soll gewährleistet werden, dass die Betreiber ihren Platz sauber zurücklassen – würden gegenüber dem Vorjahr auf fünf Euro pro Meter halbiert.

Zwar werde er an den Fressbuden Pagodenzelte aufbauen, in denen sich die Besucher aufhalten können. Auf Musik will Harder allerdings verzichten. „Das kostet nur Gema-Gebühren.“ Überhaupt sei die Ausrichtung einer solchen Veranstaltung mit hohen Kosten verbunden, sagt Harder und verweist auf den Sicherheitsdienst und die verkehrstechnischen Anordnungen. „Von der Stadt erwarte ich in dieser Hinsicht sowieso keine Unterstützung mehr“, sagt er frustriert.

Der Veranstalter macht klar, dass der 2. Dezember die letzte Chance für den Friedrichsberger Flohmarkt ist. „Wenn das neue Konzept nicht funktioniert, dann werde ich das aufgeben.“ Und das, obwohl er an jenem 1.  Advent ein ganz persönliches Jubiläum feiern könne. Harder: „Der Flohmarkt ist die 25. Veranstaltung, die ich in meiner Tätigkeit als Eventmanager seit 2010 organisiere.“

Anmeldungen samt Platzreservierungen nimmt Ingo Harder ab sofort entgegen: Entweder über die Facebookseiten „Schlei Events Harder“ und „Friedrichsberger Adventsflohmarkt“, per Mail an harder-i@foni.net, per Telefon unter 0175  /  16  17  575 oder postalisch an die Anschrift Ingo Harder, Schubystraße 19, 24837 Schleswig.

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