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Lokführer-Streik : Leere Bahnsteige – geschlossener Kiosk

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Schleswiger Bahnhof ist seit gestern meist wie ausgestorben. Dabei fährt immerhin fast die Hälfte aller Züge.

von
erstellt am 07.Nov.2014 | 06:14 Uhr

Selten war es so einfach wie gestern, am Bahnhof einen Parkplatz zu finden. Wer nicht unbedingt auf die Bahn angewiesen war, versuchte gar nicht erst, einen der wenigen Züge zu erwischen, die trotz des Lokomotivführerstreiks noch fuhren. Auch Reinhard Lemke, der Betreiber des Bahnhofskioskes, hatte seinen Laden geschlossen.

Der Bahn gelang es, ihren Notfahrplan aufrechtzuerhalten. So fuhr gestern in alle Richtungen – Kiel, Hamburg, Husum und Flensburg – zumindest alle zwei Stunden ein Zug. Das nutzte Matthias Widerek aus Eckernförde, der sich von seiner Mutter Julie zum Schleswiger Bahnhof bringen ließ, um nach Sylt zu fahren. Der Zug, der fahrplanmäßig um 15.51 Uhr abfahren sollte, kam tatsächlich. Allerdings fünf Minuten später. „Wenn heute sowieso keiner mitfährt, wieso hat der dann noch Verspätung?“, fragte er. Zum Umsteigen in Husum blieben ihm regulär nur sechs Minuten. Immerhin hatte er die Gewissheit, einen Anschlusszug zu erwischen. Die Nord-Ostsee-Bahn nach Sylt gehört nicht zur Bahn AG und wird auch nicht bestreikt.

Auch heute wird voraussichtlich wieder mehr als jeder zweite Zug ausfallen. Die Bahn hat denselben Notfahrplan angekündigt, der auch gestern galt. Kioskbesitzer Lemke will zumindest wieder stundenweise öffnen – von 5 bis 10 Uhr und von 13 bis 17 Uhr.

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