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mit einem Ironman-Weltmeister : Lauftag der Schleswiger Werkstätten

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

250 Teilnehmer waren beim ersten Schleswiger Lauftag für Menschen mit und ohne Behinderung auf den Königswiesen dabei.

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2015 | 07:43 Uhr

„Laufen! Laufen!“ Lauthals wurden die 250 Teilnehmer des ersten Schleswiger Lauftags für Menschen mit und ohne Behinderung auf den Königswiesen angefeuert. Und zwar von Kim, der unübersehbar mit seinem gelben Schild im Start- und Zielbereich am Luisenbad saß – darauf war zu lesen: „Das Laufen ist unser Antrieb, unser Bewegungsmotor, der uns im Leben begleitet.“

Um 10 Uhr hatten sich die Teilnehmer bei bestem Sonnenwetter am Luisenbad getroffen, um von dort aus die 400 Meter lange Strecke über die Königswiesen hinter sich zu lassen. „Lauft so viele Runden, wie ihr wollt“, rief Katja Herber den Athleten zu. Sie ist Sportkoordinatorin bei den Schleswiger Werkstätten, die die Veranstaltung gemeinsam mit „Special Olympics Deutschland“ sowie dem Getränkeproduzenten Lift Apfelschorle im Rahmen des bundesweiten Projektes „Gemeinsam läuft’s besser“ organisiert hat. Da es bei 250 Sportlern gerade zu Beginn recht eng auf der Strecke wurde, gab sie einen wichtigen Hinweis mit auf den Weg: „Es sind auch Rollstuhlfahrer dabei, überrennt sie bitte nicht.“

Das Startsignal gab mit dem Para-Triathleten Lars Hansen, der mit nur 16 Jahren die rechte Hand verlor, ein echter Weltmeister: Im letzten Oktober gewann der 34-Jährige bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii die Wertung der Athleten mit Handicap. In Schleswig dagegen ließ er es ruhiger angehen und sah sich das Ende der zweistündigen Laufveranstaltung vom Ziel aus an – er hatte aber eine gute Entschuldigung, so hatte er sein Training an diesem Tag bereits vor dem Start des Lauftags absolviert. Am Ende konnte er 15 Athleten im Ziel begrüßen, die volle zwei Stunden durchgehalten hatten.

Während jeder Teilnehmer eine Medaille erhielt, notierte ein Team vom Reha- und Behindertensportverband die Zeit, die jeder Sportler auf der Strecke unterwegs war. Schließlich konnten sie das Deutsche Laufabzeichen erwerben. Die Mindestanforderung waren 15 Minuten Dauerlaufen. Wie viele Teilnehmer dies geschafft haben, wird die Auswertung zeigen – danach erst werden die Urkunden per Post geschickt.

Einsatz zeigte auch der Leiter der Schleswiger Werkstätten, Jan-Henrik Schmidt: „Ich bin eine Stunde gelaufen.“ Dabei habe er sich mit vielen auf der Strecke unterhalten und kam zu dem Schluss: „Es war gut, dass alle ihr eigenes Tempo gehen konnten.“ Sein Fazit fiel positiv aus: „Es war eine schöne Veranstaltung.“ Katja Herber war gleicher Meinung – alles hat gepasst: „Das super Wetter, die tolle Stimmung und die tolle Leistung der Athleten.“ Daher steht für sie fest: Für die Schleswiger Werkstätten wird es eine Wiederholung des Lauftags geben.

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