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Verkaufsoffener Sonntag : Lasses Traum vom Feuerwehrauto wird wahr

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der vierjährige Lasse hatte sich an der Wunschbaum-Aktion am Kornmarkt beteiligt. Beim verkaufsoffenen Sonntag ging sein größter Wunsch in Erfüllung.

Emsig war nach ihm gesucht worden, pünktlich zum verkaufsoffenen Sonntag wurde der vierjährige Lasse Piepgras gefunden. Der kleine Junge aus Fahrdorf hatte sich bei der Wunschbaum-Aktion auf dem Kornmarkt beteiligt und gewünscht, einmal ein richtiges Feuerwehrauto zu sehen. Nun war es dank des Löschfahrzeuges der Freiwilligen Feuerwehr Neuberend so weit – Grund genug für Lena Kirchschläger, nach dem Jungen zu suchen, damit sein Wunsch in Erfüllung gehen konnte. Als Anwohnerin des Kornmarktes hatte sich Kirchschläger die Wunschbaum-Aktion im Frühjahr ausgedacht, um Besuchern die Möglichkeit zu geben, ihre Wünsche für die Gestaltung des Platzes zu äußern. Als Lea Piepgras mit Sohn Lasse im Mai vorbeischaute, fand sie die Aktion gut. Daher hätten sowohl sie als auch ihr Sohn ihre Wünsche an die kleine Magnolie gehängt – da Lasse noch nicht schreiben kann, hatte er seinen Wunsch auf einen Zettel gemalt: Ein Feuerwehrauto. In den letzten Wochen und Monaten habe der Kleine immer mal wieder gefragt, wann denn der Wunsch in Erfüllung gehen würde, erzählte seine Mutter. Lena Kirchschläger zeigte sich glücklich, dass es nun soweit war: „Denn es ist ein Wunsch, der kein Geld kostet, aber trotzdem einem Kind Freude macht“, sagte sie.

Als nun das große rote Feuerwehrauto der Freiwilligen Feuerwehr Neuberend auf dem Kornmarkt stand, machte der kleine Lasse große Augen. Zusammen mit seinem kleinen Bruder Peer Ole (2) kletterte er auf die Rücksitzbank, bestaunte den Helm von Feuerwehrfrau Carmen Landsmann und suchte den richtigen Knopf für das Blaulicht.

Nicht nur bei Lasse, auch bei vielen Besuchern des verkaufsoffenen Sonntags gestern war die Stimmung so gut, wie es sich die IGL (Interessengemeinschaft Ladenstraße) als Veranstalterin gewünscht hatte. Es passte aber auch alles: Das schöne Wetter, die Musik vom Schleswiger Schleiblasorchester, die rotierenden Schweinshaxen am Grill, der Dirndl-Look von einigen Bäckereiverkäuferinnen.

Oktoberfest-Stimmung lässt sich in Schleswig offenbar genauso gut herstellen wie in Bayern. „Wir sind mit dem Ergebnis rundum zufrieden. Ich habe mich richtig gefreut, dass so viele Menschen zu uns gekommen sind“, sagte gestern Abend IGL-Vorsitzender Klaus-Peter Jeß gegenüber den SN. Die zünftige Musik in Kombination mit den typischen Oktoberfest-Naturalien wie Schweinshaxe, Leberkäse und Bier, die im Festzelt auf dem Capitolplatz angeboten wurden, hatte vielen Sonntags-Besuchern gefallen. Das Zelt war meist voll besetzt. Aber auch die lange Innenstadt-Meile sowie die Geschäfte waren sehr belebt.

Treffpunkt Ladenstraße: Ob zum Kaffetrinken, zum Einkaufen oder einfach zum Miteinanderreden – viele Menschen waren unterwegs, um all das zu genießen. „Es kommt uns beim verkaufsoffenen Sonntag auch gar nicht in erster Linie auf den Umsatz an, sondern auf eine rundum gelungene Veranstaltung“, betonte Jeß. Wenn sich die Menschen wohl fühlten, kämen sie auch gern wieder. Dass es Terminüberschneidungen mit den Nachbarstädten gibt, die gestern ebenfalls zum verkaufsoffenen Sonntag eingeladen hatten, störe ihn nicht. Jeder bevorzuge eben Termine am Monatsanfang oder -ende, wenn die Lohntüte noch gefüllt sei. Jeß zeigte sich entspannt: „Zu uns kommen immer noch genug Besucher, vor allem auch aus dem Kreisgebiet. Und manche Menschen besuchen sogar zwei Städte an einem Sonntag.“

Der nächste verkaufsoffene Sonntag in Schleswig ist bereits in Sicht: Er findet am 26. Oktober statt. Dann stehen die Themen Jazz und Grünkohl im Mittelpunkt.

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erstellt am 29.Sep.2014 | 09:48 Uhr

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