Schleswig : Landfrauen tauchten ab in den Ozean

Die Kreisvorsitzende Andrea Gosch-Petersen (rechts), ihre Stellvertreterin Monika Wagener  und Landespräsidentin Marga Trede (links) freuten sich über den Besuch von Prof. Dr. Peter Herzig, den Direktor des Geomar-Helmholtz-Zentrums für weltweite Ozeanforschung.
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Die Kreisvorsitzende Andrea Gosch-Petersen (rechts), ihre Stellvertreterin Monika Wagener und Landespräsidentin Marga Trede (links) freuten sich über den Besuch von Prof. Dr. Peter Herzig, den Direktor des Geomar-Helmholtz-Zentrums für weltweite Ozeanforschung.

Der Direktor des Geomar-Helmholtz-Zentrums ging mit den Teilnehmerinnen des Kreislandfrauentags im „Waldschlösschen“ auf gedankliche Expedition, berichtete von Klimawandel, Meeresspiegelanstieg und der Entstehung eines Hurrikans.

shz.de von
23. Oktober 2013, 12:00 Uhr

Für Prof. Dr. Peter Herzig war es die erste persönliche Begegnung mit den Landfrauen des Kreises Schleswig-Flensburg. Der Direktor des Geomar-Helmholtz-Zentrums für weltweite Ozeanforschung in Kiel hatte aber bereits eine Menge über das umfangreiche Engagement der Landfrauen gehört, und so folgte er gerne der Einladung von Andrea Gosch-Petersen, Vorsitzende des Kreisverbands. „Die Landfrauen haben positive und laute Stimmen, die im Land auch gehört werden. Ich habe viel Respekt vor der Arbeit, die hier geleistet wird“, sagte Herzig beim Kreis-Landfrauentag im Schleswiger „Waldschlösschen“.

Während seines fesselnden Vortrags tauchten die rund 100 anwesenden Landfrauen und eine Hand voll Männer, darunter Schleswigs Bürgervorsteher Eckhard Haeger und stellvertretender Kreispräsident Holger Grotegut, in die Welt der Ozeanforschung ein. Mucksmäuschenstill lauschten die Teilnehmer den Ausführungen des Forschers rund um Klimawandel, Meeresspiegelanstieg, Hurrikan-Entstehung, Frühwarnsysteme und Extremwetter. Herzig nahm die Zuhörer gedanklich mit auf eine Expedition auf einem der Forschungsschiffe – und die Landfrauen bewiesen damit einmal mehr, dass sie gerne über den Tellerrand schauen.

Die Rückseite des Mondes sei besser erforscht als die Tiefen des Ozeans, merkte Marga Trede, Landespräsidentin des Landfrauen-Verbandes, in ihren Grußworten an. „Dies ist bei den Landfrauen ähnlich, denn oftmals machen wir uns nur denjenigen bewusst, die Kontakt zu uns haben. Viele Menschen kennen uns noch nicht. Wir Landfrauen können weit mehr als Kochen und Backen.“

Lobende Worte für die Landfrauen fand Holger Grotegut: „Es wird nicht nur geredet, es wird auch aktiv etwas gemacht.“ Als Kreisvorsitzender des Bauernverbandes setzt Klaus-Peter Dau weiter auf erfolgreiche Kooperation: „Wir wollen und müssen uns öffnen und nicht verstecken. Wir wollen den sachlichen Dialog. Helft uns dabei und nehmt die landwirtschaftlichen Themen weiter bei euch auf.“

Abschließend erhielt Sonja Jürgensen, Vorsitzende des Landfrauen-Ortsvereins Süderbrarup, den Dank für die Organisation des jüngsten Landeserntedankfestes in Süderbrarup. Kreismusikschülerin Maria Christiansen umrahmte die Veranstaltung mit gekonntem Klavierspiel.








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