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Schleswiger Nachrichten

22. November 2017 | 17:53 Uhr

Schleswig : Kulturpreis für die „Lichtreise“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Hamburger Lichtkünstlerin Katrin Bethge wird für ihre Aufsehen erregende Installation im St.-Petri-Dom ausgezeichnet.

von
erstellt am 16.Sep.2017 | 08:00 Uhr

Rund 8500 Menschen strömten im vergangenen November in den St.-Petri-Dom, um das Gotteshaus in einem ganz neuen Licht zu erleben. Die Sitzbänke waren weggeräumt. Decken und Wände erstrahlten in immer wieder neuen Farbvariationen. Für diese „Lichtreise“ wird die Hamburger Lichtkünstlerin Katrin Bethge (47) jetzt mit dem Schleswiger Kulturpreis ausgezeichnet. Das gab die Stadtverwaltung gestern bekannt. Nach neun Jahren Unterbrechung wird dieser Preis erstmals wieder verliehen. Offiziell wird Bethge den mit 1000 Euro dotierten Preis im Rahmen der Schleswiger Kulturkonferenz am 11.  Oktober in Empfang nehmen.

„Die Nachricht erreichte mich aus heiterem Himmel“, bekannte die Künstlerin gestern gegenüber den SN. Sie ist inzwischen mit einem anderem Projekt im Rheinland beschäftigt. Wieder setzt sie eine Kirche in ungewohntes Licht – diesmal in Kombination mit gregorianischen Gesängen. „Ich könnte mir gut vorstellen, so etwas auch in Schleswig zu machen“, sagte sie. Noch ist das aber Zukunftsmusik. Ein anderes kleineres Vorhaben könnte sich aber noch in diesem Jahr im Dom umsetzen lassen, deutete sie an. Spruchreif ist das aber noch nicht.

Die Kulturpreis-Jury – bestehend aus Bürgermeister Arthur Christiansen, Susanne Pertiet aus der Kulturkonferenz, Kulturausschuss-Vorsitzender Babette Tewes, Ausschussmitglied Maren Korban, Landesmuseums-Kuratorin Uta Kuhl, Stadtmuseumsleiterin Dörte Beier und dem bisher letzten Preisträger Björn Mummert – hatte aus fünf Vorschlägen auszuwählen, die nach einem öffentlichen Aufruf eingegangen waren.

Dörte Beier war es, die dann bei Katrin Bethge anrief, um ihr die gute Nachricht zu überbringen. Sie habe zwar bemerkt, dass die „Lichtreise“ in Schleswig auf großes Interesse gestoßen sei, sagte Bethge. „Aber dass ich dafür einen Preis bekomme, damit hatte ich nicht gerechnet.“

Das Installationsprojekt, das von zahlreichen Veranstaltungen begleitet wurde, führte durch vier Epochen der schleswig-holsteinischen Landesgeschichte. Die Initiatoren um Bischof Gothart Magaard hatten damit die Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum begonnen.

 

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