Hohlbein zu Gast in schleswig : Kult-Autor begeistert seine Fans

Wolfgang Hohlbein gehört mit rund 43 Millionen verkauften Büchern zu den erfolgreichsten Autoren Deutschlands.
Wolfgang Hohlbein gehört mit rund 43 Millionen verkauften Büchern zu den erfolgreichsten Autoren Deutschlands.

Fantasy-Schriftsteller Wolfgang Hohlbein stellte in der Buchhandlung Liesegang sein neues Werk vor.

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24. März 2018, 18:25 Uhr

In gemütlicher Runde hat Bestseller-Autor Wolfgang Hohlbein in Schleswig seinen neuen Roman vorgestellt. Fast 100 Fans und Interessierte kamen am Donnerstagabend zusammen, um Hohlbein in der Buchhandlung Liesegang live zu erleben.

„Armageddon“ heißt sein neuer Roman, der die Wirklichkeit mit alt-biblischer Mythologie vereint und das Ende der Welt mit einer Atombombe auf Tel Aviv einläutet. „Das Alte Testament inspiriert mich immer wieder aufs Neue. Religiös bin ich jedoch überhaupt nicht. Ich lese die Bibel als Geschichtsbuch“, erklärte der Kult-Autor, der mit rund 43 Millionen verkauften Büchern zu den erfolgreichsten Autoren Deutschlands zählt.

Hohlbein las zwei Abschnitte aus seinem Buch und machte dazwischen eine kleine Pause, in der die Mitarbeiter von Liesegang die Zuhörer mit Orangensaft und Sekt versorgten und so eine äußerst familiäre und charmante Atmosphäre schufen. Und auch Hohlbein fühlte sich sichtlich wohl und nahm sich nach der Lesung Zeit für die etlichen Fragen der Fans zu ihm und seinem Lebenswerk. „Ich stehe Ihnen gerne Rede und Antwort, aber das Ende des Buches verrate ich nicht“, sagte Hohlbein mit einem Lächeln im Gesicht. Eine kleine Enthüllung wurde ihm dann aber dennoch entlockt. Auf die Frage nach einer Fortsetzung des Romans antwortete Hohlbein unmissverständlich: „Ja. ‚Armageddon‘ ist als Trilogie geplant. Es stört mich ein wenig, dass der Verlag den ersten Teil nicht als diesen gekennzeichnet hat. Das können Sie ruhig genau so zitieren.“

Seinen Durchbruch feierte Hohlbein 1982 mit dem Roman „Märchenmond“. Die Anzahl seiner Werke, die er vor allem zu Beginn seiner Karriere unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlicht hat, beträgt mittlerweile mehr als 200. Seine Geschichten schreibt Hohlbein ausschließlich per Hand und meist ohne vorher konstruierten Plot. „Ich mag es nicht, wenn ich schon vorher genau weiß, wie die Geschichte verläuft. Ich komme mir dann so vor, als würde ich eine Geschichte schreiben, die es schon gibt.“ Er selbst sieht sich stark inspiriert von Autoren wie H.P. Lovecraft und Stephen King. Besonders King beschreibt Hohlbein als eine Art Vorbild. Und man erkennt tatsächlich klare Parallelen zwischen den Romanen der beiden Autoren. Sie teilen die selbe sarkastische, humorvolle Art, Dinge und Situationen zu beschreiben. Trotzdem schaffen sie es immer wieder aufs Neue, ein sehr detailliertes, gut vorstellbares Szenario zu kreieren. Auch „Armageddon“ lässt sich sehr flüssig lesen. Der Roman schafft es, den Bogen zwischen zynischem, schwarzem Humor und absoluter Ernsthaftigkeit zu spannen. Als Leser findet man sich wieder in einer fantastischen Welt des Unvorstellbaren.


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