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Kugler fühlt sich als Chef im Arnisser Rathaus bestätigt

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Bürgermeister will weitermachen / Familie Timm gleich dreimal im Rat vertreten

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erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Arnis | Die Freude stand Bernd Kugler gestern Abend ins Gesicht geschrieben. Angespannt hatte er im Arnisser Rathaus die Auszählung der Stimmen verfolgt. Dann waren die Würfel gefallen: 132 der insgesamt 774 gültigen Stimmen waren auf ihn gefallen. Diese deutliche Ergebnis ist für Kugler eine Bestätigung seiner Arbeit. Der 65-jährige pensionierte Lehrer, der erneut für die "Bürger für Arnis" angetreten und vor fünf Jahren zum Bürgermeister gekürt worden war, strebt dieses Amt nun erneut an.

Sich für Deutschlands kleinste Stadt, in der er seit 1980 lebt und seit 17 Jahren der Stadtvertretung angehört, zu engagieren, sein Wissen und Können einzubringen, mache Lust aufs Weitermachen, ließ er durchblicken. Was die konstituierende Sitzung der neuen Vertretung betrifft, gibt es noch keinen Termin.

Was Kugler allerdings stark verwundert, ist eine Ungereimtheit, die er sich nicht erklären kann: Die Zahl der Einwohner der Schleistadt ist auf 261 gesunken, nachdem das Johanna-Göbell-Haus geschlossen hat. Diese Zahl stammt vom Einwohnermeldeamt Kappeln. Vom Ordungsamt hingegen kam die Mitteilung, dass 280 Arnisser wahlberechtigt seien: "Das muss geklärt werden." Wie auch immer: 185 Bürger beteiligten sich an der Gemeindewahl.

In die neue neunköpfige Stadtvertretung rücken alle fünf Direktkandidaten von "Bürger für Arnis" ein. Das sind neben Kugler Hans-Joachim Schock, Timm Adler, Anette Steinhäußer und Peter Ilgenstein - letzterer ein "Newcomer", der vor eineinhalb Jahren seinen ersten Wohnsitz von Hamburg in die kleine Stadt verlegte. Er wolle, wie er sagte, am Leben in der kleinen Stadt teilnehmen, sich einbringen.

Da die Arnisser Wählergemeinschaft keine Kandidaten aufgestellt hatte, war nur noch der SSW als zweite Partei ins Gemeindewahl-Rennen gegangen, wobei Familie Timm gleich mehrfach vertreten war: Mit dem 50-jährigen Sozialpädagogen Ralf Timm an der Spitze. Er ist seit 18 Jahren mit Sitz und Stimme in der Stadtvertretung präsent ist, war in den vergangenen fünf Jahren stellvertretender Bürgermeister. Sein Schwiegersohn, der 29-jährige Software-Entwickler Thomas Wetjen will die fünf Jahre lang gesammelten Erfahrungen für eine kommunalpolitische Weiterarbeit nutzen. Reaktiviert hat der SSW Walter Timm, Ralfs Vater. Der 74-Jährige gehörte der Stadtvertretung 16 Jahre an und will nun wieder mitmischen. Neu für den SSW angetreten waren Dr. Reinhard Dieckmann und Stefan Timm. Nachdem sich die Zahl der Stadtvertreter in der auslaufenden Legislaturperiode von neun auf sieben reduziert hatte - mangels Nachrückern - kann nun wieder mit neun Vertretern in die Kommunalpolitik gestartet werden.

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