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Neuer Verein : Kropper wollen ihr Freibad retten

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Kropper Freibad ist altersschwach. Eine neue Interessengemeinschaft will mit Aktionen wie Mitternachts- und FKK-Schwimmen die Zukunft sichern.

Der Anfang ist geschafft. Niemand spricht mehr von einer Schließung des Freibades, jetzt oder in ferner Zukunft. Ganz im Gegenteil. 40 Badefreunde folgten dem Aufruf des DLRG-Vorsitzenden Uwe Baurhenne in das Gasthaus Bandholz, um über die Gründung einer Interessengemeinschaft „Wasserfreunde Freibad Kropp“ zu beraten und so die Zukunft des Freibades zu sichern. Denn in diesem ist einiges zu tun. Der marode Drei-Meter-Turm und ein Ein-Meter-Brett mussten aus Sicherheitsgründen gerade erst von Bauhof-Mitarbeitern entfernt werden. Das wiederum bedeutet eine große Einschränkung bei der Schwimm- und der Rettungsschwimmerausbildung. „Wir müssen in die Schwimmbäder in Rendsburg und Schleswig ausweichen“, sagte Bauerhenne, denn viele Prüfungen beinhalteten den Sprung vom Drei-Meter-Turm.

Kropps Bürgermeister Stefan Ploog hatte bereits in der Gemeindevertretersitzung prognostiziert, dass das Bad mithilfe des Bauhofes noch zwei bis drei Jahre in Betrieb bleiben könne, dann aber größere Sanierungsmaßnahmen unumgänglich seien. In der Jahresversammlung der DLRG Kropp vor wenigen Tagen ging er erneut auf das Thema ein und äußerte Befürchtungen, dass die Gemeinde, die viel Geld für andere öffentliche Einrichtungen und Gebäude in die Hand nehmen muss (wir berichteten), möglicherweise deshalb Abstriche bei ihren freiwilligen Investionen machen müsse. Eine alarmierende Erkenntnis für Uwe Baurhenne und seine Mitstreiter, denn die Unterhaltung des Freibades gehört zu den freiwilligen Leistungen der Gemeinde.

Ploog hatte aber auch untermauert, dass Kropp unbedingt ein Schwimmbad brauche und angeregt, eine Interessengemeinschaft für das Freibad zu mobilisieren. Die Anregung des Bürgermeisters wurde nun aufgegriffen und Ploog, der selbst an dem Treffen am Montagabend teilnahm, sprach von einem „historischen Moment“. Die Gemeinde gebe sich trotz aller finanziellen Schwierigkeiten alle Mühe das Freibad zu erhalten. Der Bauhof, der das Bad gerade für die Eröffnung am 10. Mai vorbereite, leiste dabei ausgezeichnete Arbeit. Aber, so fügte Ploog hinzu, die Gemeinde könne nicht alles. „Wir haben ein schönes Freibad, es kann aber alles noch besser und attraktiver werden, damit das Bad über Jahre hinaus erhalten bleibt“, sagte er.

„Wir wollen bei der Gestaltung des Bades mitwirken, mitgestalten, aktiv werden“, erklärte Uwe Baurhenne, der von den Anwesenden zum Sprecher für das weitere Vorgehen ernannt wurde. Er und seine Stellvertreterin Maren Bandholz nannten auch Beispiele, wie dies geschehen soll, etwa durch die Anschaffung eines Sonnensegels für das Planschbecken, von Ruhebänken, Liegen oder Strandkörben. Auch Arbeitseinsätze zur Verschönerung seien vorstellbar und selbstverständlich müsse der Drei-Meter-Sprungturm ersetzt werden.

Zur Attraktivitätssteigerung des Freibades sind unter anderen Aktionen wie Mitternachts- und FKK-Schwimmen und der von der DLRG organisierte Kropp-Triathlon vorgesehen. Für die Veranstaltung am 10. Mai liegen 300 Anmeldungen vor. Und für die fernere Zukunft schlug Baurhenne, der zusammen mit seinen DLRG-Mitstreitern Michael König, Arne Mumm und René Schmidt, das Konzept für den Verein ausgearbeitet hat, eine ganzjährige Nutzung und eine Umgestaltung zu einem Multifunktionsbad vor.

Klar ist dabei allen, dass sich auch um das Einwerben von finanziellen Mitteln gekümmert werden muss. Der erste Sponsor war bereits am Montagabend anwesend. Der Geschäftsstellenleiter der Volksbank, Fritz Benz, überreichte einen symbolischen Scheck im Wert von 250 Euro.

Eine vorläufige Satzung des noch zu gründenden Vereins wurde vorgestellt. Der Mitgliedsbeitrag soll zwischen zwölf und 25 Euro pro Jahr betragen. Man wolle sich den Kreis- und Landessportverbänden anschließen und im Freibad für einen geordneten Sport-, Spiel-, Übungs- und Kursbetrieb sorgen, hieß es. Weitere Ziele sind die Förderung des Schulschwimmens und Maßnahmen der Prävention, der Gesundheitsförderung und der Rehabilitation. Mitgliedsanträge wurden ausgeteilt, teilweise bereits ausgefüllt zurückgegeben. Doch für eine Mitgliedschaft ist es noch zu früh. Zunächst müssen die Regularien erfüllt werden, bevor es zur endgültigen Gründungsversammlung kommen kann.

 

 

 



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