zur Navigation springen

Ausstellung im St.-Johannis-Kloster : Krippen aus aller Welt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Rund 200 Krippen aus ganz Europa sind ab Sonnabend im Schleswiger St.-Johannis-Kloster zu sehen.

„Angefangen hat alles während eines Sommerurlaubs in Dänemark Anfang der 70er Jahre“, erinnert sich Hansjürgen Rhein. „In einem Geschäft entdeckten unsere Kinder die Heiligen Drei Könige. Als sie diese namentlich benennen konnten, war der Verkäufer so beeindruckt, dass er in den Keller ging, die gesamte Krippe holte und sie unseren Kindern zeigte – dort kauften wir unsere erste Krippe.“ Von da an war es vor allem um Irmtraut Rhein geschehen, und es wurde zu einem Brauch, dass sie an jedem Ort, den sie besuchte, auch eine Krippe kaufte.

„Wo immer man auf dieser Welt auch hinkommt, überall haben sich die Menschen das Krippenspiel zu eigen gemacht“, weiß Hansjürgen Rhein. Dabei flossen in die Darstellungen immer historische und kulturelle Einflüsse der jeweiligen Gegend ein und weisen so auch auf den Kontext, in dem sie entstanden. Das zeigt sich zum Beispiel dann, wenn der Esel zum Lama wird.

An der Entwicklung der Krippen ist übrigens Franz von Assisi nicht ganz unschuldig. Um den Menschen die Geschichte von Christi Geburt näher zu bringen und sie lebendig zu machen, ließ er sie nachstellen – und riskierte damit den Unmut des Papstes. Heute gibt es keine Kirche, die in der Weihnachtszeit keine Krippe aufstellt.

Im Laufe der Jahre ist eine stattliche Sammlung von rund 200 Krippen entstanden. Sie stammen aus Polen, Frankreich und Südamerika, sind getöpfert, komplett aus einem Stamm oder aus Kürbis geschnitzt, finden sogar Platz in einer Nussschale. Etwa 100 Krippen hat Hansjürgen Rhein aus seinem Wohnort Hamburg mit nach Schleswig gebracht, um sie im Kapitelsaal des St.-Johannis-Klosters auszustellen. „Seit dem Tod meiner Frau habe ich mich nicht mehr so richtig um sie gekümmert“, gesteht er, „aber als Priörin Ina von Samson mich darum bat, sie zu zeigen, habe ich gerne zugesagt.“

Die Ausstellungseröffnung findet am morgigen Sonnabend um 14 Uhr in der Klosterkirche statt. Dann wird Hansjürgen Rhein in einer Einführung über seine mitgebrachten Schätze sprechen und auch Einblicke in die Geschichte der Weihnachtsdarstellungen geben. Bis zum 13. Dezember können die internationalen Kunstwerke dann in der Woche von 14 Uhr bis 17 Uhr und am Sonntag von 11 Uhr bis 17 Uhr bestaunt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen