Stolk : Krieger und Seefahrer aus einem Stamm

Peter-Heinz Philipsen schnitzte die Geschichte der Angeln in einen Kirschbaum. Foto: Staritz
Peter-Heinz Philipsen schnitzte die Geschichte der Angeln in einen Kirschbaum. Foto: Staritz

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04. Juli 2012, 03:59 Uhr

Stolk | Die traditionelle Radtour des DRK-Ortsvereins führte die Mitglieder zunächst nach Niederstolk zum ehemaligen Bürgermeister Peter-Heinz Philipsen, der sich in seinem Rentnerdasein voll und ganz der Holzschnitzerei verschrieben hat. Kleine Hasen, große Eulen, Bären, Giraffen und Elefanten stehen überall in seiner Wohnung. Schon beim Betreten grüßt das Wappen von Stolk, und der Familienhof zwischen den Meeren füllt von Welle zu Welle die volle Eingangsbreite - alles aus Holz, und alles von ihm selbst gemacht.

Mit der Motorsäge fängt Philipsen in heimischem Knickholz an, auftauchende "Knaste" baut er geschickt in seine Figuren ein, und mit Schnitzmessern unterschiedlicher Größe vollendet er sein Werk. Heraus kommen so aus einem Holzstück geschnittene Vögel mit langen Flügeln, die auf dem weiten Hofgelände oder in seiner Werkstatt neben der Garage stehen. Eine zu Unrecht als krank gefällte Eiche hat er zu einem Fahrradständer mit Delfinen verewigt, und sein derzeit letztes Werk aus einem Stamm zeigt die Geschichte unserer Vorfahren, wie er sie sieht: als Krieger und als Seefahrer, die von Angeln nach England segelten und dort neue Siedlungen gründeten.

Nach einer Führung durch die Vielfalt seiner Werke radelten die DRK-Mitglieder über einen auf Klappholzer Grund von der Gemeinde Stolk gebauten Wanderweg durchs Elmholz zum Gelände des Schützenvereins Stolkerfeld. Dort wurde gegrillt, und Vorsitzende Heike Mordhorst hatte mehrere Spiele vorbereitet. Die Besten erhielten als Anerkennung Preise - den größten gewann Wilhelm Pieper.

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