Idstedtkirche : Kreuzung: Doppelstopp nervt Autofahrer

Vorgeschriebener Stopp: Von der Linie aus ist die Landesstraße nicht einsehbar.
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Vorgeschriebener Stopp: Von der Linie aus ist die Landesstraße nicht einsehbar.

Neue Regelung an der Landesstraße 25 bei Idstedtkirche. Schäden auf der Bundesstraße 76 bei Busdorf werden in Herbst beseitigt.

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05. Mai 2015, 07:31 Uhr

Eigentlich sollte die Kreisstraße 44 zwischen Friedrichslust und Idstedt-Kirche den Autofahrern keinen Anlass mehr zum Meckern geben. Die einstige Buckelpiste entlang des idyllischen Idstedter Forstes wurde vor gut einem halben Jahr saniert. Zwar weist der Asphalt nach der kurzen Zeit schon einige Gebrauchsspuren auf und die Fahrbahnmarkierungen fehlen noch immer – aber die Straße kann wieder gefahrlos und auch bequem genutzt werden.

Einen Makel gibt es aus Sicht vieler Autofahrer dennoch: An der Kreuzung mit der Landesstraße 28 bei Idstedt-Kirche werden sie zu einem Doppelstopp gezwungen, der aus Sicht der Kritiker völlig unnötig ist. Dass ein Stoppschild an der viel befahrenen Straße notwendig ist, daran zweifelt niemand. Der Haltepunkt, eine dicke, weiße, durchgezogene Linie liegt nach der Sanierung mehr als fünf Meter vor der Kreuzung. Das Problem: Die Landesstraße ist von dort aus kaum einsehbar. Links verdecken Büsche und Bäume die Sicht, rechts die Gedächtnishalle – wer an dieser Linie stehen bleibt, sieht den Querverkehr erst im allerletzten Moment.

Karl-Heinz Roos, der Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, zitiert zunächst aus der Straßenverkehrsordnung das, was jeder Autofahrer spätestens zur Führerscheinprüfung wissen sollte: Der Fahrer muss seinen Wagen an der Linie zum Stehen bringen. Kann er die Straße nicht einsehen, muss er sich bis zu der so genannten Sichtlinie vortasten – die Stelle von der aus er genügend Sicht in die Querstraße hat. Das bedeutet für den Autofahrer: An der Stopplinie halten, um dem Gesetz Genüge zu tun und anschließend fünf Meter weiter vorn noch einmal, um sicher über oder auf die Querstraße zu kommen.

Der Grund für den Doppelstopp ist nach Aussage von Roos ganz einfach. Stoppschild und Haltelinie sollten möglichst nah beieinander stehen – auf keinen Fall aber so angeordnet werden, dass Fahrzeuge an Schild vorbeifahren müssen, um an die Linie zu kommen. An einem Stoppschild fährt man eben nicht vorbei. Da dieses Schild allerdings an der breit auslaufenden Kreisstraße keinen Platz mehr nah an der Landesstraße fand, wurde es kurzerhand rund fünf Meter zurückverlegt.

„Es mag eine etwas gewöhnungsbedürftige Situation sein“, so Karl-Heinz Roos, „aber wir haben nichts falsch gemacht. Wir hätten die Linie vielleicht ein wenig weiter nach vorn rücken können, an der jetzigen Situation wird aber nun nichts mehr verändert“, beschied der Chef des Landesbetriebs. Mit anderen Worten: Es bleibt bei dem ungeliebten Doppelstopp.

Bewegung ist dagegen auf einem Teilstück der Bundesstraße 76 in Sicht: Die wurde im vergangenen Jahr von Fahrdorf aus saniert. Die neue Asphaltschicht aber erreichte nicht wie vorgesehen den Busdorfer Kreisel: Weil es unter der Riesberg-Brücke Probleme mit Wasser gibt, das auf die Straße fließt, wurde die Sanierung der letzten 500 Meter verschoben. Den Beginn der Arbeiten kündigte Ross jetzt für den Herbst an.

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