zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

19. August 2017 | 00:38 Uhr

Kreisel taucht im B-Plan nicht auf

vom

LBV Flensburg setzt Ampelanlage an der B 201 für das Interkommunale Gewerbegebiet Schleswig-Umland durch

Schuby | Kritisch äußerten sich Sprecher des Bau- und Wegeausschusses sowie einige Gemeindevertreter zu den Vorschlägen der Querung Ochsenweg in Höhe der Bäckerei Kalinka auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung Schuby. Die vorgestellten Möglichkeiten einer Querungshilfe wurden im Ausschuss lange debattiert. Die eine Möglichkeit hätte die Zufahrt zur Bäckerei erschwert, die andere kollidierte mit der vorhandenen Bushaltestelle. Eine automatische Ampelanlage sowie ein Zebrastreifen seien auf einer Kreisstraße nicht ohne Weiteres durchführbar.

Eine Möglichkeit sei, die Bushaltestelle nach hinten zu verlegen und mittels zweier Querungshilfen einerseits den Verkehr zu beruhigen und ein sicheres Überqueren der Straße auch für die Boyebüll-Bewohner zu gewährleisten. Ebenso käme eine Bedarfsampel in Betracht. Diesen Vorschlag unterbreitete nicht der Planer, sondern der Ausschuss. Dessen Vorsitzende Helga Svejnoha sagte klar, dass die Vorschläge nicht optimal gewesen seien. Noch weiter ging Gemeindevertreter Carsten Carstensen-Wendt: "Die Vorschläge waren eine Frechheit, das hätte man erheblich besser machen können." Mit drei Enthaltungen beschlossen die Gemeindevertreter, dem Planer für die Querung noch einmal eine Chance für weitere Vorschläge einzuräumen.

Der B-Plan für das Interkommunale Gewerbegebiet wurde in verkürzter Form vorgestellt. Die ausführliche Besprechung fand im Bau- und Wegeausschuss statt. Zum ersten Mal wurde dort öffentlich der neue Entwurf des Bebauungsplanes vorgestellt. Die Planer der Arge Planung IKG Schleswig-Schuby GbR, bestehend aus der Ingenieurgesellschaft Masuch und Olbrisch, AC Planergruppe und BHF Benfeld Hermann Franke, haben nun den Entwurf nach den Ergebnissen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung, der unteren Landschaftsbehörde, der Lärmuntersuchung und anderer Maßgaben geändert.

So wird es an der B 201 entgegen der ersten Planung keinen Kreisverkehr geben. Sowohl die Planer als auch Schubys Bürgermeister Helmut Ketelsen hatten sich für diese Lösung eingesetzt, jedoch setzte der Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) Flensburg an dieser Stelle eine Ampel durch.

Definitiv werden Einzelhandel, Wohnbebauung und Anlagen für sportliche Zwecke sowie Tankstellen ausgeschlossen. Allerdings wird den Gewerbebetrieben eine Direkt-Vermarktung auf einer Verkaufsfläche von maximal 200 Quadratmetern gestattet. Blink- und Leuchtwerbung werden ausgeschlossen. Die bauliche Nutzung wird sich auf zwei Vollgeschosse beschränken. Für Büro- und Verwaltungsgebäude sollen bis zu vier Geschosse zulässig sein.

Erfreulich für die Schubyer Gäste war die Tatsache, dass der Radweg an der B 201 bestehen bleibt. Auch die vorhandene Wasserfläche bleibt mit ausreichender Schutzzone zum Gewerbe hin erhalten. Anfallendes Wasser wird über entsprechende Klärbecken gereinigt und sauber in den See eingeleitet.

Die Auswirkung auf die Umwelt durch den Wegfall einiger Knicks, die hohe Oberflächenversiegelung und den Wegfall sogenannter Erholungsflächen seien, so die Arge zu kompensieren. Es würden Ausgleichsflächen geschaffen, die sich entweder direkt im Gewerbegebiet, in Schuby oder in Schleswig befinden werden.

Der Plan erfuhr in der Gemeindevertretersitzung noch einige kleinere Änderungen und wird nun öffentlich ausgelegt.

Außerdem wurde beschlossen, den Gehweg zwischen Schulweg und Bahnhofstraße in einen guten, begehbaren Zustand zu bringen sowie den Auftrag für die Giebelsanierung am Gebäude Schulweg 5 an den günstigsten Bieter zu vergeben.

zur Startseite

von
erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen