Zwischen Schleswig und Süderbrarup : Kreisbahntrasse soll für Radfahrer attraktiver werden

Ein in die Jahre gekommener Rastplatz an der Trasse zwischen Steinfeld und Schleswig. Die dünne Spurbahn auf dem aktuellen Rad- und Wanderweg ist oft matschig und lädt nicht mehr zum Radfahren ein.
Ein in die Jahre gekommener Rastplatz an der Trasse zwischen Steinfeld und Schleswig. Die dünne Spurbahn auf dem aktuellen Rad- und Wanderweg ist oft matschig und lädt nicht mehr zum Radfahren ein.

Die Gemeinden zwischen Süderbrarup und Schleswig wollen Radstrecke ausbauen und aufwerten.

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27. November 2020, 16:05 Uhr

Süderbrarup | Der Ausbau der alten Kreisbahntrasse zwischen Süderbrarup und Schleswig war großes Thema während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen. Der Traum von einem drei Meter breiten Rad- und Wanderweg mit einer Tränkdecke (Asphalt-Art) und tollen Rastplätzen ist schon ungefähr 15 Jahre alt, kam aber bisher nie zustande, da nicht alle erforderlichen Gemeinden mitzogen. Doch das ist die Bedingung.

Nun sieht es allerdings anders aus, denn alle beteiligten Gemeinden stehen jetzt dahinter. Bürgermeister Christian Hansen stellte eine Präsentation der Ostseefjord Schlei GmbH vor, die eine Projektskizze für den Förderantrag vorbereitet hat. Alle Mitglieder waren Feuer und Flamme für das Projekt und die Empfehlung war einstimmig, den notwendigen Kooperationsvertrag abzuschließen und den Eigenanteil von 20 Prozent im Falle einer Förderung zur Verfügung zu stellen. „Das ist eine echte Chance für Süderbrarup“, sagte Christian Hansen und erhielt große Zustimmung.

Nicht nur für die Urlauber, sondern auch für die Einheimischen wäre es ein Anziehungspunkt. „Dann ist Schleswig mit dem E-Rad ja gleich die Ecke“, stellte Stefan Lenz (CDU) fest. Heute mache das Radfahren auf den dünnen Sandspuren nicht wirklich Spaß – trotz der schönen Landschaft drumherum –, und die Rastplätze seien sehr in die Jahre gekommen und werden nicht mehr viel genutzt, hieß es. Weiche und oft matschige Spuren, Spurrinnen mit großen Unebenheiten, zugewachsene und veraltete Rastplätze, zu wenig Abfallbehälter – das sind nur einige negative Punkte, die die Ostseefjord Schlei zusammenfasste.

„Klimaschutz durch Radverkehr“ wird bundesweit mit 80 Prozent gefördert. Projektträger ist das Forschungszentrum Jülich im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Der Antrag muss bis zum 15. Dezember gestellt sein. Das sei aber zu schaffen, sagte Christian Hansen und fügte hinzu, dass Süderbrarup die Trägerschaft der Kooperation übernommen habe. Die Gemeinde sei Eigentümer von 3,2 Kilometern Trasse, inklusive des Bereichs in Nottfeld. Die Verteilung der Kosten würde nach einem Kilometerschlüssel erfolgen. Schaalby und Taarstedt hätten mit je über fünf Kilometer eine großen Anteil, Steinfeld und Schleswig einen mittleren wie Süderbrarup und Loit den kleinsten mit 5,1 Kilometern. Die Gesamtkosten wurden auf über 2,5 Millionen Euro geschätzt, nach Abzug der förderfähigen Summe blieben knapp 600.000 Euro Eigenanteil. Es kann laut Hansen weiterhin mit Landesfördermitteln gerechnet werden, so dass am Ende nur noch knapp 240.000 Euro von den gesamt sieben Eigentümer aufzubringen wäre.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden verschiedene Nachträge zur Hauptsatzung, Entschädigungsnutzung und Geschäftsordnung empfohlen, die im Detail auf der Amtsseite einsehbar sind. Unter anderem soll es bei Naturkatastrophen, aus Gründen des Infektionsschutzes oder vergleichbaren Notsituationen möglich sein, dass Sitzungen als Videokonferenz durchgeführt werden können. Einladungen und Sitzungsvorlagen werden ausschließlich digital zur Verfügung gestellt.

Um den Bauausschuss zu entlasten, soll der Bereich „Spielplätze“ an den Sozialausschuss abgegeben werden.





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