Schleswig : Kreis will Theatersanierung unterstützen

Das alte Stadttheater im Lollfuß.
Das alte Stadttheater im Lollfuß.

Nach dem Aus für den Theater-Neubau auf dem Hesterberg: SPD signalisiert Zustimmung zum CDU-Antrag, den Zuschuss des Kreises in den Lollfuß umzulenken.

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05. März 2014, 12:15 Uhr

Wird jetzt doch noch das alte Theater im Lollfuß saniert? In der Kommunalpolitik zeichnet sich ein breiter Konsens ab, es zumindest zu versuchen. Was es kosten würde, weiß noch niemand genau. Wo das Geld herkommen könnte, das wird inzwischen etwas klarer. Die Stadt wäre wohl bereit, bis zu fünf Millionen Euro aus eigenen Mitteln aufzubringen. Das entspricht dem städtischen Anteil, der für den 14 Millionen Euro teuren Neubau auf dem Hesterberg vorgesehen war.

Auch der Kreis Schleswig-Flensburg würde seinen Zuschuss über eine Million Euro, der bisher für den Hesterberg beschlossen ist, umleiten in die Sanierung des alten Theaters. Einen entsprechenden Antrag hatte CDU-Fraktionschef Timo Kux schon direkt nach der Ablehnung des Neubaus angekündigt. Schon auf der Kreistagssitzung am nächsten Mittwoch soll darüber abgestimmt werden. Die Mehrheit scheint sicher, denn auch SPD-Fraktionschef Ingo Degner signalisiert Zustimmung. „Wir wollen den Theaterstandort Schleswig sichern“, sagt er.

Trotzdem spricht er von einer „Sauerei“ und meint damit das Vorgehen der CDU im Kreistag. Man sei sich bislang einig gewesen, den Kreis-Zuschuss nur für einen multifunktionalen Saal zu gewähren, den zum Beispiel auch die Kulturstiftung des Kreises mitnutzen könne. Davon wolle die CDU plötzlich nichts mehr wissen.

Generalintendant Peter Grisebach wäre bereit, wieder ins alte Theater einzuziehen. „Solange es nicht gesundheitsschädlich ist, spielen wir überall.“ Die eine Million Euro, die das Landestheater auf dem Hesterberg investieren wollte, stünden für die Sanierung des alten Theaters aber nicht zur Verfügung. Das würden die anderen Gesellschafter des Landestheaters, allen voran die Stadt Flensburg, schwerlich mitmachen, sagt Grisebach. Zudem gebe es steuerrechtliche Probleme, weil das Landestheater bei einer Sanierung nicht selbst Bauherr sein könne.

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