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Wiking-Halbinsel Schleswig : Kreis: „Ölsperre ist nicht nötig“

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Eine Ölsperre vor der Wiking-Halbinsel in der Schlei wird es wohl nicht geben. Der Kreis lehnt eine entsprechende Forderung der Grünen ab.

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erstellt am 23.Jun.2016 | 07:41 Uhr

In der Diskussion um die Altlasten der früheren Teerpappenfabrik auf der Wiking-Halbinsel sieht der Kreis Schleswig-Flensburg keinen Grund für sofortige Maßnahmen. „Ein sichtbarer Schadstoffaustritt mit Ölschlieren und Ölflecken auf der Schlei“ trete nur sporadisch auf, heißt es in einer Beurteilung der Unteren Bodenschutzbehörde. „Zu beobachten ist dies überwiegend bei anhaltenden Westwinden, verbunden mit niedrigen Wasserständen.“ Dabei gelangten auch nur geringe Mengen ölhaltiger Schadstoffe an die Oberfläche. „Die zu erkennenden silbrig-gräulichen Schlieren haben eine Schichtdicke von ca. 0,001 mm und treten nur kleinräumig im ufernahen Bereich auf“, heißt es weiter. Durch Verdunstung und Verdünnung reduziere sich die ausgetretene Ölmenge noch weiter, so dass keine erhebliche Gefährdung der Schlei bestehe. Die Experten sehen damit auch keine Notwendigkeit einer Ölsperre, wie sie der Grünen-Ratsfraktionsvorsitzende Johannes Thaysen gefordert hatte (wir berichteten).

Die Ölverschmutzung im Blick: Umweltschützer Fritz Laß (links) und Grünen-Ratsherr Johannes Thaysen auf dem kleinen Bootssteg hinter der Callisenstraße.
Die Ölverschmutzung im Blick: Umweltschützer Fritz Laß (links) und Grünen-Ratsherr Johannes Thaysen auf dem kleinen Bootssteg hinter der Callisenstraße. Foto: oje
 

Die Behörde kommt zum Schluss, dass sich die weitere Freisetzung der Schadstoffe letztlich nur mit der Sanierung des Fabrikgeländes verhindern lasse. Kreis und Stadt haben sich dabei nach langem Streit auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt.

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