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Süderbrarup : Kreative Gruppe sucht einen Raum

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Geräte reparieren, Handarbeiten, Gespräche: Süderbraruper wollen Mitmach-Café gründen.

Leider verhinderte das schlechte Wetter am Sonnabend einen glanzvollen Start für das Mitmachcafé auf dem Süderbraruper Marktplatz. Nur wenige Interessierte kamen, um sich mit dem Gedanken einer Selbsthilfewerkstatt oder eines offenen Technologielabors vertraut zu machen.

„Wir wollen etwas anstoßen, das Ideen findet und die Kreativität anregt“, erklärte Mitinitiatorin Angelika Schmitzek-Rambeck. Im Süderbraruper Tauschring sei aufgefallen, dass so etwas im Amt Süderbrarup und in der Region fehle. Man könne in so einer Einrichtung defekte Geräte reparieren, neue Dinge bauen oder über die Vermeidung von Müll sinnieren. Wesentlich seien die gegenseitige Anerkennung persönlicher Potenziale und die soziale Kommunikation. Auch sei so ein Projekt zur Integration von Flüchtlingen geeignet, so Schmitzek-Rambeck. Zum Start hatte eine Gruppe von etwa zehn Personen alte Paletten ausgesucht, um sie weiterzuverarbeiten. Als Beispiel war eine Gartenbank mit universeller Ausstellungsfläche aufgebaut. Produziert wurden dann aber nur Vogelhäuschen.

Zur Zukunft des Projektes konnte Mitinitiator Christian Paulsen noch nichts Konkretes sagen. „Wir werden bei einem Gespräch die nächsten Schritte festlegen“, erklärte er. Ein Termin sei bereits mit Süderbrarups Bürgermeister Friedrich Bennetreu vereinbart. Doch das Wichtigste sei jetzt, einen Raum zu finden, an dem derartige Aktionen unabhängig vom Wetter stattfinden könnten. „Vielleicht weiß jemand in Süderbrarup und Umgebung einen Schuppen, der schon lange leer steht oder hat einen Bauwagen, den man wieder herrichten kann“, regte Paulsen an. Dann könne man dort uralte Geräte und Gegenstände reparieren oder Gewächshäuser bauen. Man könne aber auch mit Mikrocontrollern oder 3-D-Druckern experimentieren. „Man kann gemeinsam stricken, nähen, Gemüse anbauen oder Rezepte ausprobieren“, fährt Paulsen fort. Alternativ könne man auch entspannt klönen, Kaffeetrinken und Ideen austauschen. Die Möglichkeiten seien unbegrenzt. Wichtig sei aber, dass man eine möglichst große Bandbreite bei Alter, Status und Herkunft bekomme.

Zur weiteren Information verweist er auf die Stichworte „Otelo“ (offenes Technologielabor) und „Repair Café“ im Internet. „Wer Interesse daran hat, eine derartige Idee angepasst für unsere Region umzusetzen, kann sich per E-Mail bei uns melden“, schlägt er vor. Kontaktpersonen sind Christian Paulsen (c-w-p@t-online.de) und Monika Schübel (monika.schuebel@gmx.de).



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