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Ausbildung in Teilzeit : Konzept gegen Fachkräftemangel und Arbeitslosigkeit

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Am 31. Mai findet im Schleswiger Rathaus eine Informationsveranstaltung statt.

Eine Ausbildung in Teilzeit ist in der freien Wirtschaft sehr ungewöhnlich. Die wenigen Fälle, die es bisher gibt, haben sich aber offenbar gewährt. Und in Zukunft soll es sie viel häufiger geben, um dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen und gleichzeitig mehr Frauen einen Einstieg in den Beruf zu ermöglichen.

Die AG Arbeitswelt des Bündnisses für Familie will diesem Weg weiteren Schub verleihen – am Mittwoch, 31, Mai (17 bis 19 Uhr) findet deshalb im Ständesaal des Schleswiger Rathauses eine Informationsveranstaltung statt, die sich sowohl an Unternehmen als auch an Frauen richtet, die an einer Ausbildung in Teilzeit interessiert sind.

Wie dringend Frauen, die bisher noch keine Ausbildung beginnen konnten, auf dem Arbeitsmarkt benötigt werden, machte Stefan Wesemann von der IHK zu Flensburg deutlich: „Wenn wir nichts unternehmen, werden uns in knapp 15 Jahren 10  000 Fachkräfte fehlen. Und Stephan Asmussen, beim Kreis für regionale Integration zuständig, ergänzte, dass es derzeit ein Potenzial von rund 4000 Frauen im Kreisgebiet gebe.

Dass das Prinzip durchaus funktioniert, machten einige Arbeitgeber deutlich. Frauken Laß, Leiterin der Schule für Pflegeberufe in Flensburg, hat seit 2008 etwa 20 Auszubildende in Teilzeit erlebt. Ihr Fazit fällt durchweg positiv aus. Ähnlich beurteilt das Gabriele Dunker-Ulbrich von der Abfallwirtschaft Schleswig-Flensburg (ASF): „Wir waren anfangs skeptisch, es hat sich jedoch gezeigt, dass das unberechtigt war. Bei einigen Formalien hat uns die IHK geholfen.“ Arne Hinrichsen von der Provinzial-Versicherung in Schleswig zeigte sich sogar begeistert: „Auf diesem Wege bekommen wir tatsächlich ausbildungsreife Auszubildende, weil die Bewerber meist älter und sehr motiviert sind.“

Hans-Martin Rump, Chef der Agentur für Arbeit in Flensburg, motivierte sowohl Arbeitgeber als auch Bewerber, sich zu informieren. „Es lohnt sich für beide Seiten“, sagte er, „Unternehmen können wertvolle Fachkräfte gewinnen, für die Bewerber könnte es der Einstieg ins Arbeitsleben sein. Eine Statistik besagt, dass Menschen mit Ausbildung in ihrem Arbeitsleben 300  000 Euro mehr verdienen als ungelernte.“

> Genaue Informationen gibt es am 31. Mai im Schleswiger Rathaus (mit Kinderbetreuung).

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erstellt am 19.Mai.2017 | 07:31 Uhr

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