Lindaunis : Klappbrücke schon wieder kaputt

Für den Verkehrsminister „von überragender Bedeutung“: die sanierungsbedürftige Schleibrücke Lindaunis.
Für den Verkehrsminister „von überragender Bedeutung“: die sanierungsbedürftige Schleibrücke Lindaunis.

Bis Montagmittag saßen wieder Segler tagelang vor der Schleibrücke von Lindaunis fest – zum zweiten Mal in diesem Jahr.

von
27. Oktober 2014, 18:23 Uhr

Die Segler trifft es in diesem Jahr am härtesten. Nachdem sich bereits im Juli beidseitig der damals defekten Brücke Lindaunis die Boote stauten, versperrte die denkmalgeschützte Klappbrücke aus dem Jahr 1927 den Seglern auf der Schlei von Sonnabend, 17.30 Uhr, bis gestern Mittag um 12.50 Uhr schon wieder den Weg. „Wir hatten ein signaltechnisches Problem“, bestätigt eine Sprecherin der Bahn. War im warmen Juli eine „thermische Verspannung“ der gesamten Brücke und ein dadurch verbogenes Teil schuld an dem mehrtägigen Brückendefekt, sei diesmal ein kaputter Nährungsschalter Dreh- und Angelpunkt allen Übels gewesen, hieß es. Er verhinderte, dass sich die Brücke heben ließ. Komplett schließen ließ sie sich bis gestern Mittag aber auch nicht. Zug- und Straßenverkehr wurden dadurch jedoch nicht beeinträchtigt. Nur die Segler hingen wieder auf der Schlei fest.

Dass die altersschwache Brücke nicht mehr lange durchhält, das weiß mittlerweile auch die Deutsche Bahn. Sie ließ bereits im Sommer verkünden, dass eventuell schon im kommenden Jahr mit den Bauarbeiten für eine neue Brücke begonnen werde. Wenn alles nach Plan laufe, sollen Autos, Züge, Radfahrer und Fußgänger ab 2018 über diese neue Brücke die Schlei überqueren. Und auch die Segler sollten dann von weiteren Komplikationen verschont bleiben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen