Gottesdienst für Schwangere : Kirchlicher Segen für neues Leben

Unter dem Motto „Getragen“ laden Tanja Hohmann, Claudia Niklas-Reeps, Ingrid Baade und Maren Korban (von links) ein zu einem Segnungsgottesdienst für werdende Eltern.
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Unter dem Motto „Getragen“ laden Tanja Hohmann, Claudia Niklas-Reeps, Ingrid Baade und Maren Korban (von links) ein zu einem Segnungsgottesdienst für werdende Eltern.

In der Pauluskirche wird im Februar erstmals in Schleswig ein Gottesdienst für Schwangere gefeiert. Die Idee kommt aus der Familienbildungsstätte.

shz.de von
14. Januar 2015, 07:36 Uhr

Es ist einige Jahre her, dass Antje Schümann mit ihrer schwangeren Tochter auf dem evangelischen Kirchentag in Dresden einen Segnungsgottesdienst für werdende Eltern besuchte. In der Zwischenzeit ist die Leiterin der evangelischen Familienbildungsstätte in Schleswig längst Großmutter geworden – doch die Idee, einen ähnlichen Gottesdienst auch in Schleswig anzubieten, wird jetzt endlich verwirklicht. Unter dem Titel „Getragen“ findet in der Pauluskirche am Dienstag, 10. Februar, um 19 Uhr erstmals ein Segnungsgottesdienst für Schwangere statt.

„Im Oktober war unser erstes Planungstreffen“, erklärt Tanja Hohmann von der Familienbildungsstätte. In Maren Korban von der Awo, Ingrid Baade von „Wellcome“, Schleswigs Gleichstellungsbeauftragten Karin Petersen-Nißen, Claudia Niklas-Reeps vom evangelischen Frauenwerk sowie Ingo Gutzmann vom Regionalzentrum des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg hat sie Mitstreiter gefunden: „Schön, dass wir das alle zusammen machen.“

Als passenden Ort habe man sich für die Pauluskirche entschieden, die an der Einmündung der Kolberger in die Königsberger Straße liegt: „Sie ist sehr klein, familiär und einladend. Außerdem stehen die Bänke vor dem Altar im Halbkreis“, so Hohmann. In einer Riesenkirche würde die Segnung der Schwangeren untergehen, die ja gerade den Mittelpunkt des Gottesdienstes bilden soll. „Leben braucht Segen“, meint Claudia Niklas-Reeps vom evangelischen Frauenwerk. Während der Schwangerschaft würden die Frauen hinsichtlich ihrer Fragen, Sorgen und Nöte unterstützt und „getragen“ – aber auch hinsichtlich ihrer Freuden. Alle, die die Schwangeren in dieser besonderen Zeit des „Wachsens und Werdens“ begleiten, seien herzlich eingeladen, betonen beide – so wie der werdende Vater oder Geschwister. „Wir sind offen für alle, die mit dem Thema in Berührung kommen“, sagt Niklas-Reeps. Dazu könnten auch werdende Großeltern zählen, ergänzt sie. Denn gerade wenn die eigenen Kinder weit weg lebten und die Schwangerschaft nur aus der Ferne begleitet werden könne, schaffe der Segnungsgottesdienst ein Gefühl der Nähe.

Derzeit werden bei Kinder- und Frauenärzten, Hebammen, Awo und der Stadt Postkarten als Werbung für den Segnungsgottesdienst verteilt. Ob dann zehn oder 40 Schwangere kommen, sei zweitrangig, nur eines zählt: „Alle sind willkommen.“

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