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Kirchenkreis Schleswig-Flensburg : Kirchenmusiker aus Berufung

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Jens Robbers folgte seinem Herzen: Er schmiss seinen Job als Wirtschaftsinformatiker bei IBM und entschied sich für seine Leidenschaft Musik. Jetzt ist er Popularmusiker im Kirchenkreis.

„Musik in Schleswig-Flensburg machen zu können, bedeutet für mich, zu Hause anzukommen“, sagt Jens Robbers. Seit dem 1. Februar ist der gebürtige Flensburger der neue Popularkirchenmusiker im Kirchenkreis, nachdem der Vorgänger Matthias Weber aus Heimweh nach nur wenigen Monaten im Norden zurück nach Hessen gegangen ist.

25 Jahre war der Wirtschaftsinformatiker und Musiker Jens Robbers auf der Suche und unterwegs: Mit seinen Eltern ist er von Flensburg ins Rheinland umgezogen, zum Studium der Wirtschaftsinformatik war er in Mannheim und anschließend als Wirtschaftsinformatiker beim Konzern IBM in der Nähe von Tübingen. Diesen Beruf hat er dann über Nacht an den Nagel gehängt, um seiner Berufung zu folgen: der Musik. Sie führte ihn zum Studium an die Dresdner Musikhochschule, wo er Jazz-Klavier, Ensembleleitung und Gesang studierte und wo er in verschiedenen Bands spielte – unter anderem einer Galaband – und Chöre leitete.

Die Eingebung, bei IBM zu kündigen und Musik zu studieren, kam während einer Probe im Tübinger Gospelchor. „Plötzlich traute ich mich zu sagen, was ich eigentlich will“, beschreibt Robbers diesen Moment. Musik sei seit seiner Schülerzeit in der Bigband der Flensburger Goethe-Schule schon immer sein Lebensmittelpunkt gewesen, beschreibt der Popularkirchenmusiker, und dass er nun in seiner alten Heimat Musik machen könne, bezeichnet er „als göttliche Fügung“. „Hier verbindet sich für mich alles: persönliche Bindungen, pädagogische und musikalische Fähigkeiten und geistliches Leben“, sagt Jens Robbers, der sich wieder an seinem alten Heimatfleck, dem Haus seiner Großeltern in Falshöft, niedergelassen hat, um beim Joggen Deich und Leuchtturm zu genießen.

Ab sofort lädt Robbers Menschen im gesamten Kreisgebiet und Flensburg ein, gemeinsam mit ihm moderne Musik zu machen – in Chören oder auch in Bands in der Flensburger Jugendkirche und in den Kirchengemeinden. Seine besondere Stärke dabei: das Netzwerken. „Musik ist eine wunderbare Möglichkeit, Menschen aus den verschiedenen Bereichen zu verbinden“, sagt er. Dabei gehe es stets um das Miteinander, das gemeinsame Gestalten und das kreative Mitwirken aller, erklärt der Musiker, der bereit ist, auch ohne Vorplanung und aus dem Nichts etwas Musikalisches entstehen zu lassen. „Ausprobieren, Spielen und Singen sind immer wieder große Abenteuer“, erklärt Robbers. Auf die ersten hat er sich bereits eingelassen: Zum Beispiel ist er kurzfristig als Keyboarder eingesprungen und hat Musik in einem Gottesdienst gemacht, ohne vorher proben zu können und auch spontane Sessions im Flensburger Jugendkirchen-Café haben bereits stattgefunden.

Die künftigen Abenteuer möchte Robbers gerne im Team gestalten, gemeinsam mit seinen Kolleginnen der Jugendkirche Saskia Behrmann und Pastorin Susanne Guhl und den Kreiskantoren Guido Helmentag, Michael Mages und Thomas Euler. Dabei setzt er auf Angebote, die sich Teilnehmer wünschen und die es bis jetzt noch nicht oder zu wenig gibt. Zumindest in der Jugendkirche will er sich dabei am Sound der aktuellen Charts orientieren. Kreativität, gemeinsames Gestalten, Begeisterung, Spaß und Anspruch sind zu erwarten, denn laut Robbers „kommen mit dieser Kombination alle Beteiligten an ungeahnte Qualitäten“.

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