Synode : Kirchenkreis schafft neue Stellen für Erzieher und die Notfallseelsorge

Trotz des selbst verordneten Sparkurses votierten die Teilnehmer der Synodentagung des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg für die Schaffung neuer  Stellen im Kita-Bereich.
Trotz des selbst verordneten Sparkurses votierten die Teilnehmer der Synodentagung des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg für die Schaffung neuer Stellen im Kita-Bereich.

Auf der Synodentagung des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg in Kropp haben die Teilnehmer am Sonnabend beschlossen, neue Stellen im Kindertagesstättenwerk einzurichte

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04. November 2013, 18:29 Uhr

Auf der Synodentagung des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg in Kropp haben die Teilnehmer am Sonnabend beschlossen, neue Stellen im Kindertagesstättenwerk einzurichten, ebenso wie eine halbe Pfarrstelle für die Notfallseelsorge. Der Kirchenkreis-Rat, also das Vorstandsgremium des Kirchenkreises, hat nun die Aufgabe, bis zur nächsten Synodentagung den Pfarrstellenplan zu überprüfen und Vorschläge zu machen, wo diese halbe Pfarrstelle eingespart werden kann. „Mit diesen Synodenentscheidungen wendet sich die Kirche im Landkreis nach außen und investiert in Bereiche, in denen wir staatliche Aufgaben mit übernehmen“, erklärte Pröpstin Johanna Lenz-Aude.

Der Abstimmung, bei der die große Mehrheit für die neuen Stellen votierte, ging eine ausführliche und konstruktive Diskussion voraus, sind Kirchenkreis und Kirchengemeinden doch auf Sparkurs, der eher Stellenkürzungen zur Folge hat. „Diese Entscheidungen sind ein Tanz auf dem Vulkan“, fasste der Synodale Pastor Hans-Henning Franzen zusammen, „denn die Kirchengemeinden haben immer weniger Spielraum und stecken in finanziellen Schwierigkeiten“.

Eines der Gegenargumente in der Diskussion lautete: Bestimmte Bereiche müssten professionalisiert werden. Standards für die Notfallseelsorge, die unumstritten ein wichtiges Arbeitsfeld ist, seien beispielsweise vom Innenminister gefordert worden, und auch für die Kita-Arbeit gibt es neue Gesetze und Forderungen nach Qualitätssicherung, Zertifizierung und Inklusion.

„Wir wissen nicht, wie wir das als Ehrenamtliche alles bewerkstelligen sollen“, sagte Fritz Gehrmann, Mitglied im Haddebyer Kirchengemeinderat. Die Kirchengemeinde Haddeby mit drei Kitas und 18 Gruppen ist eine von sechs Kirchengemeinden, die dem Kita-Werk beitreten möchte.

Gleichzeitig arbeitet das Kita-Werk „am Limit“, wie der Leiter Gerd Nielsen ausführte. „2010 haben wir 110 Gruppen begleitet und betreut, mittlerweile sind es 145, nach den geplanten Beitritten 2014 dann 186 Gruppen mit insgesamt 625 Mitarbeitern. Das geht nicht ohne Ausweitung.“

Nach eingehender Diskussion entschieden die Synode-Teilnehmer, dass der Kirchenkreis auch künftig „Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Schleswig-Flensburg“ heißen wird. Die Aufnahme der Landschaft Angeln in den Namen wurde abgelehnt. Mittlerweile sei ein gemeinsamer Weg beschritten und Vieles gewachsen. Entscheidend sei doch die gute inhaltliche Zusammenarbeit in den Gremien, die mit Mitgliedern aus allen drei Propsteien zusammen gesetzt ist, lautete ein Argument. Bereits vor der Fusion der Kirchenkreise Schleswig, Flensburg und Angeln 2009 war festgelegt worden, dass nach drei Jahren die räumliche Trennung von Sitz und Verwaltung überprüft werden soll. Das Ergebnis jetzt: Aus praktischen Gründen soll der Sitz des Kirchenkreises statt in Flensburg nun in Schleswig sein.

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