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Schleswig : Kirchen-Immobilien: Jetzt wird ausgesiebt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Nach der Kirchenfusion im Oktober stehen mehrere evangelische Gemeindehäuser zur Disposition.

von
erstellt am 03.Sep.2015 | 12:54 Uhr

Ein Monat noch, dann wird die neue evangelisch-lutherische Kirchengemeinde aus der Taufe gehoben. „Die Kirchengemeinde wird zu einem der größten Bildungs- und Kulturträger in der Stadt“, heißt es in der Einladung zum Gründungsgottesdienst am Sonntag, 4.  Oktober, ab 10 Uhr im Dom, die die Bürger der Stadt in den vergangenen Tagen in ihren Briefkästen fanden.

Doch nach der Feier beginnt die Arbeit. Denn von Anfang an war einer der Gründe für die Fusion der drei evangelischen Stadtgemeinden die schrumpfende Mitgliederzahl und damit verbunden die sinkenden Einnahmen. Die neue Gemeinde wird sich von einem Teil ihrer Immobilien trennen müssen. Welche Gemeindehäuser geschlossen werden, darüber soll erst nach der Fusion geredet werden. „Das Ziel ist, für den innerstädtischen Bereich ein variabel nutzbares und bedarfsorientiertes Gebäudekonzept zu entwickeln“, sagt Dompastor Michael Dübbers.


Friedrichsberg


>Das Elisabeth-Beling-Haus am Husumer Baum steht auf einem historischem Grundstück. Es wurde 1960 an der Stelle gebaut, an der sich einst das Wohnhaus von Elisabeth Beling befand, der Stifterin der Dreifaltigkeitskirche. Heute befinden sich hier Kirchenbüro und Pastorat.

>Das Gemeindehaus Friedenskirche am Kolonnenweg wurde in der Vergangenheit bereits als Verkaufskandidat gehandelt. Der Friedrichsberger Pastor Norbert Wilckens betont jedoch die Bedeutung des Hauses für den strukturschwachen Stadtteil Schleswig-Süd. Die dazugehörige Kirche wurde 2005 abgerissen.

 


St. Michaelis


> Das Gemeindehaus an der St. Paulus-Kirche (Königsberger Straße) mit seinem 100 Quadratmeter großen Saal spielt schon aufgrund seine Lage direkt neben der Hauptkirche der bisherigen St.-Michaelis-Gemeinde eine wichtige Rolle im kirchlichen Leben. Allerdings ist hier der Sanierungsbedarf hoch. > Das Gemeindehaus St.-Michaelis-Süd zählt ebenfalls zu den Verkaufskandidaten. Es besteht Sanierungsbedarf. Um abzuwarten, was mit dem Gebäude geschieht, ist die neue Pastorin Antje Hanselmann nicht in das angegliederte Pastorat gezogen, in dem ihr Vorgänger Matthias Hertel wohnte. Bis zum Frühjahr nutzte die Domschule Räume in dem Gemeindehaus als Klassenzimmer. Dank des neu gebauten Fachraum-Traktes hat die Schule dafür aber keinen Bedarf mehr. Im Untergeschoss befindet sich der Weltladen „La Cortadora“.


Domgemeinde


> Ebenso wie St. Michaelis-Süd liegt auch das Gemeindehaus auf dem Michaelisberg nah am Stadtzentrum. Es könnte also darauf hinauslaufen, dass sich die neue Großgemeinde von einem der beiden Häuser trennt. Auf dem Michaelisberg ist auch das kirchliche Jugendhaus Friedom untergebracht. Die Familienbildungsstätte des Kirchenkreises hatte den Gebäudekomplex wegen Schimmelbefalls bereits im vergangenen Jahr verlassen. Davon sollen die übrigen Räumlichkeiten aber nicht betroffen sein.

> Auch das Gemeindehaus St. Jürgen am Brautsee stand in den vergangenen Jahren zur Disposition. Dann entschied sich die Domgemeinde jedoch für den Erhalt und eine Sanierung, die im vergangenen Jahr weitgehend abgeschlossen wurde.

> Die Domhalle mit dem Gemeindebüro in der Norderdomstraße hat bislang niemand in Frage gestellt.

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