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Schleswiger Nachrichten

14. Dezember 2017 | 09:57 Uhr

Busdorf : Kindergarten platzt aus allen Nähten

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Zu viele Anmeldungen in Busdorf: Leiterin kündigt Raumnot für den Sommer an.

Offenbar werden in Busdorf und Umgebung mehr Kinder geboren. Die Nachfrage nach Krippen- und Kindergartenplätzen in der Gemeinde sei sprunghaft gestiegen, stellte Bürgermeister Peter Seemann in der jüngsten Gemeinderatssitzung erfreut fest. Dieser Trend sorge in der Kindertagesstätte ab dem Sommer aber auch für ein Platzproblem.

78 Kinder werden dort zurzeit in fünf Gruppen betreut, darunter 20 Krippenkinder in der „U3“-Gruppe. 20 Kindergartenkinder werden die evangelische Einrichtung im Sommer verlassen und eingeschult. 24 Neuanmeldungen und 14 „Nachrücker“ aus der Krippengruppe zwingen Kita-Leiterin Sonja Stahnke nun zur Beschäftigung mit der Frage einer geeigneten Unterbringung. Wohin mit den vielen Kindern? „Damit haben wir alle nicht gerechnet“, sagte die Kita-Leiterin, die an der Sitzung teilnahm.

Der Gemeinderat war aber zuversichtlich, eine kurzfristige Lösung für das Problem zu finden. Der Gemeinde stehen eine Auswahl geeigneter Räume zur Verfügung. Habe man sich doch in der Vergangenheit immer gemeinsam zu helfen gewusst. Im Zuge der jüngsten Umbauphase und während der Sanierung der Kita habe man im Mehrzweckraum in der Schule sowie im kirchlichen Ansgarhaus und bei der Feuerwehr eine geeignete Unterbringung auf Zeit gehabt. „Wir haben Optionen und wir werden eine geeignete Lösung in der Gemeinde finden. Die Kinder bleiben im Dorf und das ist auch gut so“, sagte Peter Seemann. Man wolle die Entwicklung und Zahlen der Geburtenraten und des Zuwachses an Kita-Kindern zunächst beobachten. Gemeinsam mit den Vertretern des Kita-Werkes will man das Bereitstellen eines weiteren Betreuungsraums in der Gemeinde im Blick behalten, in dem dann eine weitere Gruppe untergebracht werden könnte.

Dass die Busdorfer Bürger sich in der Zukunft mit Beiträgen an den Kosten des Straßenausbaus beteiligen sollen, erntete die Kritik eines Anwohners. „Warum braucht Busdorf eine Straßenbausatzung? So etwas gibt es in keiner Gemeinde in Haddeby. Wieso muss Busdorf immer die Vorreiterrolle spielen?“, wollte der aufgebrachte Besucher von den Vertretern wissen.

„Weil wir kein Geld haben“, entgegnete der Bürgermeister, der auf geltendes Recht im Kommunalabgabengesetz und in der Gemeindeordnung verwies. Städten und Gemeinden stehe es zwar frei, eine solche Satzung zu erlassen, aber „wenn die Gemeinde darauf verzichtet, käme es einer Steuerverschwendung gleich“, entgegnete Seemann.

Gemeinderatsmitglied Kay-Michael Heil warb um Verständnis der gemeindlichen Situation. „Wir machen das nicht aus Jux und Dollerei. Das haben wir nicht mal eben aus der Hosentasche gezaubert, sondern wir haben uns lange beraten“. Mehrheitlich, mit drei Gegenstimmen, wurde die Straßenausbausatzung auf den Weg gebracht. Die Beiträge der Anlieger werden prozentual gestaffelt: 30 Prozent Beteiligung der Kosten sollen für Straßen des innerörtlichen Verkehrs und Durchgangsverkehr von Straßen bis 20 Meter anfallen, 50 Prozent Kostenbeteiligung bei innerörtlichem Verkehr mit einer Fahrbahnbreite bis zu zehn Metern und 65 Prozent fallen auf Anliegerstraßen mit Fahrbahnbreite bis sieben Meter an. Eine Bezahlung der Kosten könne auf zehn Jahre „verrentet“ werden, so der Bürgermeister. Weitere Informationen hält das Ratsinformationssystem des Amtes Haddeby bereit.


 

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