33. Schwahlmarkt : Keramik, Kerzen, Schmuck und Marmelade im „kühlen Gang“

Im Kreuzgang des Doms können die Besucher an 30 Ständen nach Weihnachtsgeschenken suchen.
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Im Kreuzgang des Doms können die Besucher an 30 Ständen nach Weihnachtsgeschenken suchen.

Der 33. Schwahlmarkt hat begonnen. Im „kühlen Gang“ des Doms bieten 30 Kunsthandwerker ihre Produkte an. Der Erlös ist für den Erhalt der Kunstschätze im Dom bestimmt.

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08. Dezember 2014, 14:30 Uhr

Eigentlich sind brennende Kerzen im St.-Petri-Dom kein ungewöhnlicher Anblick. Wenn sie jedoch im Eingangsportal stehen und zudem aus Holz sind, kann das nur eines bedeuten: Es ist Schwahlmarktzeit. Bereits zum 33. Mal hält das Kunsthandwerk Einzug in den Dom.

Zweimal die Zahl drei, das sei ein kleines Jubiläum, meinte Bischof Gothart Magaard bei der Eröffnung. Wer immer sich den Schwahlmarkt ausgedacht habe, „es war auf jeden Fall eine geniale Idee und der Beginn einer Erfolgsgeschichte“. Wie die Türen zum Schwahl sollten sich die Herzen der Menschen öffnen – für Gott, schließlich bedeutet Advent „Ankunft“. Und noch etwas gab er den Schleswigern bei der Suche nach ihrer Identität – und einem aussagekräftigen Slogan – auf den Weg: „Wie wäre es einmal mit Domstadt? Der Dom ist seit 800 Jahren hier und wird es bleiben.“ Zuvor hatte Pastorin Christiana Lasch-Pittkowski erklärt, mit dem Schwahlmarkt komme der Advent so richtig in der Domgemeinde an. Zumal der Erlös in den Erhalt der Domschätze fließt. Durch Eintrittsgelder und einem Anteil an den Einnahmen der Aussteller in Höhe von zehn Prozent hatte die Gemeinde im vergangenen Jahr 13 000 Euro eingenommen. So viel soll es auch diesmal werden. Als nächstes soll mit dem Geld das Epitaph des Gottorfer Gelehrten Adam Olearius restauriert werden.

Nach den offiziellen Worten, untermalt von Klängen des Havetofter Posaunenchors, ging es vom sonnendurchfluteten Dom in den kühlen Schwahl. Hinter den 30 mit Keramik, Schmuck und Marmelade gefüllten Ständen stehen viele altbekannte Gesichter wie die von Reinhard Huxhold mit seinen bunten Kerzen oder dem niederbayerischen Glasbläser Hermann Ritterswürden. Doch neue Aussteller sorgen für Abwechslung. Zu ihnen zählt Sabine Stark-Klinker aus Nübel mit ihren handgesiedeten Pflanzenölseifen. „Meine Bewerbung war sofort erfolgreich, und ich hoffe, eine gute Zeit zu haben“, meinte sie. Eine Stunde nach der Eröffnung war dies der Fall: „Einige Seifenständer sind fast leer, ich muss heute Abend auf jeden Fall nachproduzieren.“ Und zwar nach eigenen Rezepturen und ohne Konservierungsmittel: „Meine Seifen sind auch für Menschen mit Neurodermitis, Allergien oder Schuppenflechte geeignet.“ Mit ihrer wertvollen Glaskunst sei sie auf dem Schwahlmarkt genau richtig, meinte die Schleswigerin Bruni Kecinski aus Schuby. Daher sei dies der einzige Markt, auf dem sie ihre Produkte anbiete – und auch das nur alle drei Jahre. Mit kleinen Lampen brachte sie ihre bunten Glasengel zum Leuchten.

> Der Schwahlmarkt ist bis Sonntag, 14. Dezember, werktags von 14 bis 18 Uhr, am Sonnabend von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 1,50 Euro, Kinder und Jugendliche sind frei.
 

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