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Süderbrarup : Keine Lust auf überfüllte Textilcontainer

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Sammelplätze werden als Müllhalden missbraucht. Gemeinde lehnt weitere Standorte ab und verzichtet auf Einnahmen.

Mit Spannung erwartet wurde die Entscheidung der Gemeindevertretung Süderbrarup zur Aufstellung zusätzlicher Textilcontainer. Der Wirtschaftsausschuss plädierte für die Annahme dieses Antrags, da er 4000 Euro jährlich in die Gemeindekasse spülen würde. Doch die Mandatsträger entschieden sich mit zwölf von 16 Stimmen für die vom Bauausschuss favorisierte Ablehnung. „Es ist verlockend, Einnahmen zu haben, für die man nichts tun muss“, fasste Finanzausschuss-Vorsitzender Johannes Jensen zusammen. Doch seien die Randbedingungen so eines Arrangements nicht akzeptabel. Dabei verwies er auf Erfahrungen aus der Vergangenheit mit überquellenden Containern, Unerreichbarkeit der Aufsteller und wilden Müllablagerungen rund um die Abgabestellen.

Die Mandatsträger beschlossen außerdem die Anlage einer Notfallmappe für Senioren, in der Regelungen für alle Situationen festgehalten werden, in denen der eigene Wille dauerhaft oder vorübergehend nicht mehr zum Ausdruck gebracht werden kann. Die Mappe soll als kostenloser Download bereitgestellt werden. Sie kann aber auch gegen eine Schutzgebühr von zwei Euro in Papierform beim Amt bezogen werden.

Die baufällige Brücke auf dem Wanderweg zwischen Süderbrarup und Nottfeld wird durch einen Damm ersetzt. Der zu querende Graben wird an dieser Stelle durch ein Rohr geführt. Die Gesamtkosten dieses Projekts, das vom Bauhof der Gemeinde ausgeführt wird, liegen bei etwa 1500 Euro, die man sich mit der Gemeinde Nottfeld teilt. Das Forstamt baut das zugehörige Geländer. Der Bau einer neuen Brücke aus Eichenholz, die 12 000 Euro kosten sollte, wurde aus Kostengründen verworfen.

Auch bei einem zweiten Anlauf und geändertem Satzungstext lehnte die Gemeinde Süderbrarup ab, einem Verband zur Flächennutzungs- und Landschaftsplanung mit anderen Gemeinden des Amtes beizutreten. Man sieht darin keine Vorteile für die Gemeinde. Doch für Gespräche über ein interkommunales Gewerbegebiet sei man weiter offen, hieß es.

Die Gemeindevertretung fasste den Satzungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans „Westlich der Pleistruper Straße“. Dadurch entstehen auf dem 1,2 Hektar großen ehemaligen „Sondergebiet Pflegeheim“ 13 neue Wohnbaugrundstücke.

Weiteres in Kürze:
> Die Gemeinde beteiligt sich an der Bündelausschreibung „Strom“ des Amtes Süderbrarup.
> Der bisherige Schiedsmann Johannes Marxen aus Loit wird für eine Wiederwahl vorgeschlagen.
>In Ausschusssitzungen wird generell der Tagesordnungspunkt „Einwohnerfragestunde“ eingeführt.
> Das Wasserwerk wird künftig als Regiebetrieb geführt.
>Die Gemeinde wird Mitglied im Zweckverband zur Durchführung der Förderung von Kindertagesstätteneinrichtungen und Kindertagespflege und akzeptiert die vorhandene Satzung.


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erstellt am 08.Okt.2014 | 12:00 Uhr

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