Ladenstraße : Keine Garantie für Swinging City

Menschenmassen: Auch in diesem Sommer war die Swinging City ein Besuchermagnet.
Menschenmassen: Auch in diesem Sommer war die Swinging City ein Besuchermagnet.

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12. Dezember 2009, 12:10 Uhr

Schleswig | Seit 20 Jahren ist sie aus dem Schleswiger Sommer nicht wegzudenken: die Swinging City. Im Moment aber will niemand garantieren, dass das Musikfest in der Innenstadt auch 2010 stattfindet. Die Interessengemeinschaft Ladenstraße (IGL) hat sich als Veranstalter zurückgezogen. "Wir können das Fest aus eigener Kraft nicht mehr finanzieren", sagt der IGL-Vorsitzende Lutz Kirschberger. Die Zukunft der Swinging City liegt jetzt in den Händen des neuen Stadtmanagers Michael Keller. Dieser soll nun Möglichkeiten für eine Finanzierung ausloten.

Im Haushalt für 2010 hat der Finanzausschuss angesichts der angespannten Kassenlage die Zuschüsse für Stadtfeste in Höhe von zuletzt 20 000 Euro gestrichen. Damit folgten die Kommunalpolitiker einem Vorschlag der Verwaltung. Kirschberger hofft, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Die dreitägige Veranstaltung mit Bühnen von der Poststraße bis zum Gallberg kostete in den vergangenen Jahren jeweils rund 40 000 Euro für Bands, Bühnen, Sicherheitsdienst und Aufräumarbeiten. Nur ein Teil der Einnahmen wurden bisher durch Sponsoren, Abgaben der Standbetreiber und durch den Verkauf von Unterstützer-Buttons an die Besucher abgedeckt. "Wir können das Defizit nicht dauerhaft aus unserer Mitglieder-Umlage decken", sagt Kirschberger. Die IGL sei sehr am Fortbestand der Swinging City interessiert, betont Kirschberger. "Aber sie ist eine Veranstaltung für die ganze Stadt und nicht nur für die Ladenstraße, deshalb ist sie beim Stadtmanager richtig aufgehoben." Hinter dieser Entscheidung stehe eine "deutliche Mehrheit" der IGL-Mitglieder. Von Keller erhoffe man, dass er Bewährtes fortführe, aber auch neue Ideen einbringe. Der Stadtmanager selbst macht deutlich, dass er bei seinen Veranstaltungen vor allem auf Qualität setzen will. Ob und in welcher Form Uwe Friedrichs und Rainer Hannberg, die Organisatoren seit der ersten Stunde, eingebunden bleiben werden, sollen Gespräche in der näheren Zukunft ergeben, sagt Keller.

Nach der Swinging City 2009 hatte Hannberg angekündigt, noch "ein paar Jahre" weitermachen zu wollen. "Jetzt müssen wir abwarten, welche Vorstellungen der Stadtmanager hat", sagt er nun. IGL-Chef Kirschberger geht davon aus, dass Uwe Friedrichs Ansprechpartner für die Musiker bleibt. Friedrichs wünscht sich eine schnelle Entscheidung: "Die Bands planen ihre Termine für den Sommer schon jetzt."

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