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Freier Zugang : Kein Zaun mehr am Theatergelände

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Interessengemeinschaft Pro Lollfuß fordert die Einrichtung eines Parkplatzes.

Plötzlich war er verschwunden. Ohne großes Aufsehen zu erregen, hat die Stadt jetzt den Bauzaun am Theatergelände im Lollfuß entfernen lassen. Mit der Folge, dass die große Sandfläche, die nach dem Abriss der altehrwürdigen Spielstätte Anfang des Jahres übrig geblieben ist, jetzt für jedermann frei zugänglich ist. „Nach Absprache mit dem Bauamt haben wir entschieden, den Zaun wegzunehmen. Das ist auch aus Sicherheitsgründen absolut vertretbar“, erklärt Rathaussprecherin Antje Wendt auf SN-Nachfrage. Mit einer möglichen Nachnutzung des Geländes habe diese Maßnahme allerdings nichts zu tun. „Da gibt es nichts Neues“, so Wendt. Eine, wenn auch nur vorübergehende, Nutzung des Areals als Parkplatz schloss sie zudem aus – zumindest vorerst. „Momentan ist das nicht geplant.“ Deswegen habe man auch die Findlinge, die rund um das Grundstück verteilt liegen, nicht weggeräumt. „So kann man erst gar nicht auf die Idee kommen, dass man dort parken darf.“

Das jedoch könnte sich Matthias Vollbehr, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Pro Lollfuß, durchaus „sehr gut vorstellen“. Er und seine Mitstreiter hatten sich in den vergangenen Wochen mehrfach darüber beklagt, dass der große Metallzaun rund um das Theatergelände den Eindruck einer dauerhaften Baustelle hinterließ. Dass die Stadt nun reagiert hat, begrüßt Vollbehr also ausdrücklich. „Jetzt sieht es erheblich besser aus als vorher“, sagt er. Gleichzeitig aber regt er ein Umdenken innerhalb der Verwaltung und der Politik für die künftige Nutzung des Grundstücks an. „Wieso sollte man nicht einfach aus dem oberen Stück zum Lollfuß hin einen Parkplatz machen, und dann einen Neubau näher an die Schleistraße setzen, auf der Fläche, auf der jetzt die Autos parken?“ Mit dieser Lösung könnte man, so Vollbehr, gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Erstens würde man die schwierige Hanglage bei der Bebauung eines neuen Theaters oder einer Mehrzweckhalle umgehen, denn im unteren Teil ist das Gelände deutlich ebener. Gleichzeitig rücke das neue Kulturzentrum somit näher an die Schlei. Damit aber nicht genug: „Denn andersherum würde auch der Lollfuß – und damit die Gewerbetreibenden – von diesem Tausch sehr stark profitieren“, meint Vollbehr. Denn wenn direkt in der Straße, dazu noch in zentraler Lage, ein Parkplatz entstünde, hätte das zur Folge, dass täglich deutlich mehr Menschen durch den Lollfuß spazieren. „Und zu guter Letzt hätte man dadurch auch eine Alternative zum maroden Parkhaus geschaffen. Das müsste doch auch im Sinne der Stadt sein.“

Insgesamt hofft Vollbehr, und mit ihm die gesamte Interessengemeinschaft Pro Lollfuß, dass zeitnah eine Entscheidung darüber gefällt wird, wie es auf dem Grundstück weitergeht. „Am liebsten wäre uns, wenn dort eine Mehrzweckhalle entsteht, in der sowohl das Landestheater als auch die ,Heimat’ ein neues Zuhause hätten. Das wäre für diesen Standort und auch die Stadt sicher die beste und effektivste Lösung.“ Bis dahin bleibt wohl erst einmal die riesige Sandfläche mitten im Herzen der Stadt bestehen. Denn auch eine Begrünung der Fläche, und sei es nur durch Rasenanpflanzung, ist laut Antje Wendt derzeit nicht geplant.

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erstellt am 16.Sep.2015 | 07:39 Uhr

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