Schulwald : Kein Schulwald ohne Heesch

Überraschung geglückt: Rolf Heesch (4.von rechts) mit seiner Familie und seinen Vorstandskollegen: Martha  Heesch mit Sohn Heino, den Enkelkindern Melena und Mattis sowie  Claus Carstens, Klaus Niebuhr, Marco Derner und Volker Koberg.
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Überraschung geglückt: Rolf Heesch (4.von rechts) mit seiner Familie und seinen Vorstandskollegen: Martha Heesch mit Sohn Heino, den Enkelkindern Melena und Mattis sowie Claus Carstens, Klaus Niebuhr, Marco Derner und Volker Koberg.

Der Gründer wurde von seinen Mitstreitern mit einer Ehrung überrascht: Eine Informationstafel stellt Rolf Heesch vor. Der 76-Jährige gab den Dank an seine Helfer zurück.

shz.de von
28. August 2013, 17:14 Uhr

Es vergeht wohl kein Tag, an dem man Rolf Heesch (76) nicht im Schulwald findet. Wenn er nichts zu arbeiten hat, schaut er wenigstens einmal am Tag nach dem Rechten. Anrufer erreichen meistens seine Ehefrau Martha und erhalten die Auskunft: „He is in’n Schoolwald.“

All seine Versuche zum Rückzug sind bisher gescheitert – der Schulwald ist „sein Kind“ – es geht einfach nicht ohne. Besucher werden gerne von Rolf Heesch angesprochen und über das Leben im Schulwald informiert. Und sein Einsatz ist seit mehr als einem Jahrzehnt unermüdlich und hat Anerkennung gefunden. Im Frühsommer wurde der Tetenhusener Schulwald mit dem Landesschulwaldpreis ausgezeichnet.

Damit auch die Besucher wissen, wer dieser Mann ist, der sie da im Schulwald anspricht, hatten sich die Vorstandskollegen eine besondere Überraschung ausgedacht. Heimlich gaben sie eine Informationstafel in Auftrag, die jetzt am Eingang zum Schulwald angebracht wurde. Heimlich wurde eine kleine Einweihungsfeier organisiert, wobei die größte Schwierigkeit darin bestand, Rolf Heesch mal einen Nachmittag vom Schulwald fern zu halten. Mit Hilfe der ganzen Familie und einem Beschäftigungsprogramm außerhalb Tetenhusens gelang dieses Vorhaben.

Am Sonntagabend trafen sich alle im Schulwald und unter einem (letzten geschwindelten) Vorwand wurde Rolf Heesch von Sohn Heino in den Wald gelockt. Dass die Überraschung gelungen war, sah man seinem Gesicht an und sehr gefreut hat er sich auch.

„Alleen harr ik dat nich schaffen kunnt“, gab er das Lob zurück an seine Mitstreiter. Und nach so viel Aufregung musste er erstmal einen Rundgang durch den Wald machen.

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