Kropp : Kein Interesse am Jugendbeirat

Der erste Versuch, das Gremium, das es einst in der Gemeinde gab, wiederzubeleben, ist gescheitert. Bürgervorsteher Klaus Lorenzen gibt jedoch nicht auf.

shz.de von
14. Januar 2015, 12:00 Uhr

„Das ist schon traurig, wir können alle nach Hause gehen“, stellte Kropps Bürgervorsteher Klaus Lorenzen bedauernd fest. Er hatte alle Vereine, die eine Jugendabteilung haben, angeschrieben und sie gebeten, einen Vertreter der Abteilung zu nominieren, um einen Jugendbeirat für die Gemeinde zu gründen. Fünf Vereine gaben eine Rückmeldung, der TSV, das Jugendzentrum, der Reit- und Fahrverein, das Jugendrotkreuz und die DLRG. Doch nur das Jugendzentrum und die DLRG schickten ihre zwei Delegierten zum angesagten Termin in das Rathaus, wo ein Vorsitzender, ein Stellvertreter und ein Schriftführer gewählt werden sollten.

Doch Lorenzen ließ sich von der enttäuschenden Rückmeldung auf seine Aufforderung nicht entmutigen. „Wir müssen einen erneuten Versuch starten“, kündigte der Bürgervorsteher an. Man sei verpflichtet, einen Jugendbeirat, der dem Sozialausschuss angegliedert ist, einzurichten.

Es ist schon einige Jahre her, da gab es in Kropp eine Vertretung der Jugendlichen. Diese wurde allerdings von allen Jugendlichen der Gemeinde gewählt. Nach zwei Jahren war Schluss. Die Vertretung schrumpfte, Studium und Wohnortwechsel waren damals Gründe dafür.

Für den erneuten fehlgeschlagenen Versuch, ein solches Gremium wiederzubeleben, hatte sich Bürgermeister Stefan Ploog extra Zeit in seinem vollen Terminplan eingeräumt. Er wollte die Gelegenheit nutzen, sich den Jugendlichen vorzustellen. Auch einige Mitglieder der Gemeindevertretung sowie die Gleichstellungsbeauftragte waren ins Rathaus gekommen. Ploog bedauerte, dass es noch nicht zur Gründung eines Jugendbeirats kam, denn dieses Gremium habe die Möglichkeit, die Interessen der Jugendlichen in der Gemeinde zu vertreten und ihr „Knowhow“ bei Entscheidungen einzubringen. Sie könnten in Sitzungen der Gemeindevertretung und Ausschüssen Anregungen vortragen.

Nun sollen die Vereine erneut angeschrieben und gebeten werden, einen Jugendvertreter in ihren eigenen Reihen zu benennen. Wenn dies geschehen sei, folge eine erneute Einladung seinerseits zur Einrichtung eines Jugendbeirats, kündigte Lorenzen an. Er hoffe, dass dies noch im Februar geschehe.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen