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Schleswiger Nachrichten

20. Oktober 2017 | 05:43 Uhr

Fahrdorf : Kein Hürdenlauf mehr zum Briefkasten

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

In Fahrdorf schieben Anwohner Steine auseinander, damit auch Senioren mit Gehwagen sowie Rollstuhlfahrer ihre Post los werden.

Als Fürsprecherin der Fahrdorfer Senioren bemängelte Christa Engler, Bewohnerin des Pahlhofes, in der Vergangenheit den verbauten Weg zum öffentlichen Briefkasten der Post AG, der sich auf einem Privatgelände in der Dorfstraße 71 befindet. Rund um den Kasten – einer von insgesamt fünf in der Gemeinde – lagen zahlreiche Beton-Poller und ein Stahltor, die den direkten Zugang zum Postkasten erschwerten. Doch das ist nun Geschichte, die Steine wurden so verschoben, dass ein Durchkommen kein Problem mehr darstellt.

Warum der Briefkasten überhaupt auf dem Privatgelände steht, wissen der frühere Bürgermeister Heinrich Mau und Horst Bielfeldt, Vorsitzender des Geschichtsvereins Fahrdorf. Bis Ende der 90er Jahre sei die Postfiliale dort in der Dorfstraße untergebracht gewesen. Dann zog sie in das „Hotel an der Schlei“ um und später ins Bremland – dort befindet sie sich heute noch. Der Briefkasten aber blieb auf dem Grundstück an der Dorfstraße stehen. Insbesondere für ältere und gehbehinderte Menschen, die auf Rollatoren oder Gehhilfen angewiesen sind und ihre Briefe einwerfen wollten, stellte der Hindernislauf um die Beton-Poller eine Herausforderung dar. „Wer von den Herren geht mit dem Kinderwagen oder dem Rollator zum Briefkasten?“, hatte Christa Engler bereits vor einiger Zeit Fahrdorfs Gemeindevertreter bei einer Sitzung im Fährhaus gefragt. Bürgermeister Frank Ameis stimmte der Seniorin damals zu und versprach: „Das schaue ich mir an.“

Der Bürgermeister und neue Amtsvorsteher von Haddeby suchte den Kontakt zu den Bewohnern des Privatgrundstücks und traf dort auf Verständnis für das Anliegen von Engler. Die Steine wurden weiter auseinander geschoben, so dass nun auch Menschen im Rollstuhl, mit Rollatoren, Kinderwagen oder Gehstock ohne Probleme zwischen ihnen hindurch kommen.

Um anderen Hindernissen – den Hinterlassenschaften von Hunden, insbesondere auf den Rasenflächen der Neubaugebiete am Stein- und Langacker – zu begegnen, hat die Gemeinde zehn Metallschilder aufgestellt, die die Hundehalter dazu anhalten, doch bitte den Hundekot zu entsorgen.




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