Schleswig : Kein Durchkommen

Seit September 2017 ist die Brücke auf den Königswiesen gesperrt.
Seit September 2017 ist die Brücke auf den Königswiesen gesperrt.

Die gesperrte Fußgängerbrücke zwischen Königswiesen und Stadthafen wird erst im nächsten Jahr erneuert.

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23. Mai 2018, 07:00 Uhr

Nach einem Spaziergang über die Königswiesen mal eben zum Stadthafen und dort ein Eis oder ein Fischbrötchen essen – eine beliebte Feierabend-Beschäftigung für viele Schleswiger.

Seit dem vergangenen September ist das aber nicht mehr ganz so einfach. Die Holzbrücke am Schleiufer zwischen Königswiesen und Hafen musste gesperrt werden. Ihre Bretter waren morsch. Ein Neubau sei für 2018 vorgesehen, hieß es damals im Rathaus.

Doch daraus wird nun nichts. Die Schleswiger werden diesen ganzen Sommer über ohne die direkte Verbindung zwischen Park und Hafenmeile auskommen müssen. Für das laufende Jahr stehe im Haushalt lediglich das Geld für die Planung einer neuen Brücke zur Verfügung, nicht aber für den Bau, erklärte Bauamtsleiterin Manja Havenstein auf Nachfrage von Helge Lehmkuhl (CDU) im Bauausschuss. Die gute Nachricht, so Havenstein, sei, dass der Haushalt bereits eine Verpflichtungsermächtigung enthalte, die es der Stadtverwaltung ermöglicht, schon in diesem Winter die Aufträge für den Neubau 2019 zu erteilen. „Ich hätte es auch gern schneller, weil ich persönlich auch gern dort entlanggehe“, sagte die Bauamtsleiterin.

Tröstlich fanden die Ausschussmitglieder das nicht. Der Vorsitzende Stephan Dose (SPD) erinnerte an eine Diskussion aus dem vergangenen November. Als sich abzeichnete, dass die Holzbrücke auf der Nordseite der Gottorfer Schlossinsel nun doch nicht so schnell wie vorgesehen ausgetauscht wird, habe man besprochen, die frei werdenden Mittel umzuschichten, um 2018 auf jeden Fall die touristisch bedeutsame Königswiesen-Brücke zu erneuern. Diese Umschichtung hat aber offenbar nicht stattgefunden. „Schade“, sagte Dose.

Havenstein versprach zu prüfen, ob es möglich ist, noch in diesem Jahr zumindest eine Behelfsbrücke aufzubauen, die es möglich macht, den Graben zwischen dem Regenrückhaltebecken und der Schlei zu überqueren.

Bis dahin bleibt den Spaziergängern immer noch der Umweg an der Bischofskanzlei vorbei über die Plessenstraße.

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