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Kaum Dosen, aber viele Flaschen und ein Rinderfell

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erstellt am 02.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Silberstedt | Wegen des Wetters war die Müllsammelaktion in Silberstedt mehrfach verschoben worden. Als es nun endlich soweit war, wurden etwa 25 Teilnehmer gezählt, wobei die Jugendfeuerwehr mit 15 Jugendlichen und einigen Betreuern den Hauptanteil stellte.

Aufgeteilt in zehn Gruppen machten sich die Sammler auf den Weg und wunderten sich so manches Mal über ihre Fundstücke. Gefunden wurde nahezu alles von A, wie Autoreifen, über F, wie Fastfood-Verpackungen und Flaschen, bis Z, wie Zahnbürstenverpackung und Zigarettenschachteln. Als besonders skurriler Fund verzeichnet wurde ein gegerbtes Fell von einem jungen Rind und mehrere Wurstpellen. Eine Gruppe zählte allein 70 Flachen. Allerdings wurden auffallend wenige Dosen entdeckt. Und immer wieder waren Kommentare zu hören wie beispielsweise: "Diejenigen, die ihren Müll in die Natur werfen, kommen bestimmt nicht zu der Sammelaktion.", "Diejenigen, die heute hier sind, haben bestimmt keinen Müll in die Natur geworfen.", "Ich versteh nicht, warum die Leute eine volle Flasche mitnehmen können und eine leere nicht mehr.", oder "Ich hätte nie gedacht, dass so viel Müll in der Natur liegt - echt schlimm!"

Einhellig wurde von allen Sammlern festgestellt, dass die Probleme mit dem Müll weniger die Feldwege, sondern vielmehr die Wege zwischen den Dörfern betreffen.

Organisiert wurde die Sammelaktion in Silberstedt vom Umweltausschusses der Gemeinde. Dessen Vorsitzender Hans-Werner Carstensen richtete einen Dank an alle Helfer, insbesondere der Jugendfeuerwehr und an die Damen vom DRK für die Versorgung. Carstensen bedauerte allerdings, "dass die Beteiligung durch die Einwohner der Gemeinde so gering ist".

Im Ortsteil Esperstoft zeigte sich Wehrführer Helmut Diederichsen mit der Beteiligung zufrieden. Mehr als 30 Erwachsene und Kinder sorgten dafür, dass alle Wege der Ortsteile Hünning und Esperstoft vom Unrat befreit werden konnten. Der gesammelte Abfall füllte am Ende einen ganzen Anhänger. Den ungewöhnlichsten Fund machte man im kleinen Flüsschen "Jübek". Unbekannte hatten dort sechs Motorradreifen und eine Windschutzscheibe offenbar von der Brücke aus in das Gewässer geworfen.

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