Martin Coordt aus Schuby : Kampf gegen den Hundekot

Mit seinem „Hunde- und Katzenschreck“ will Martin Coordt verhindern, dass Hunde sein Grundstück als Klo benutzen.
Mit seinem „Hunde- und Katzenschreck“ will Martin Coordt verhindern, dass Hunde sein Grundstück als Klo benutzen.

Martin Coordt aus Schuby ärgert sich über Hinterlassenschaften von Vierbeinern in seinem Garten – und schreckt die Tiere mit Ultraschall-Tönen ab.

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08. Februar 2018, 16:15 Uhr

Martin Coordt möchte keinen Ärger haben. „Aber über die Jahre fühlt man sich einfach geärgert“, sagt der Schubyer und hält wieder einmal ein mutwillig zerstörtes Schild in der Hand. Sein Unmut wächst mit der Anzahl der Stöcke, die auf dem Grasstreifen vor seinem Haus im Langredder und der gegenüberliegenden Seite stecken. Jeder Stock markiert einen Hundehaufen, den die jeweiligen Besitzer nicht aufgesammelt und entsorgt haben und ist ein sichtbarer Beweis dafür, wie wenig Hundehalter sich Gedanken darüber machen, dass Hundekot die Anwohner verärgert.

„Wie oft kam es schon vor, dass wir oder unsere Enkelkinder in den Hundekot getreten sind und es nicht gleich gemerkt haben. Das ist unangenehm, wenn man das ins Haus schleppt“, wirbt der ehemalige Hausmeister auf Verständnis. Das sei hier doch alles Wohngebiet, er könne das nicht verstehen, erklärt der 69-Jährige. Er würde sich wünschen, dass die Besitzer ihre Hunde entweder 100 Meter weiter in der Feldmark ihr großes Geschäft machen ließen oder es wenigstens vor seiner Haustür aufsammeln. Dabei betont der Rentner: „Ich bin absolut kein Hundehasser.“

In der kommenden Gartensaison sieht er jedoch beim nächsten anstehenden Rasenschnitt den Hundekot um seine Ohren fliegen. Um sich dem nicht weiter aussetzen zu müssen, hat Coordt ein Gerät aufgestellt. Ein sogenannter Hunde- und Katzenschreck soll die Vierbeiner abhalten, sein Grundstück als Hundeklo zu benutzen. Der für Menschen kaum hörbare Ultraschall-Ton schreckt die Tiere ab.

Auch Indira Winklar teilt die Meinung von Coordt. Selbst Hundebesitzerin, kennt sie das Problem von tierischen Hinterlassenschaften an dieser Stelle. „Mich würde das auch ärgern“, sagt die junge Frau. Gleichzeitig bemängelt sie, dass es in Schuby zu wenig Mülleimer und Beutelspender gibt. In der Gemeinde mit rund 230 gemeldeten Hunden gibt es keine der ursprünglich zwei Beutelspender mehr. „Ob die damals mutwillig zerstört wurden oder ob die durch Sturmschäden kaputtgegangen sind, kann ich gar nicht mehr sagen“, erklärt Bürgermeister Helmut Ketelsen auf Nachfrage. Erneut Spender zur Verfügung zu stellen, ist für ihn keine Option. „Ich bin kein Hundekotbeutelverteiler und auch die diversen Mülleimer hier im Ort sind in erster Linie nicht für die Hundekotbeutel gedacht“, macht der Bürgermeister deutlich. „Der Anstand jedes Einzelnen ist gefragt und die Besitzer sind für die Entsorgung zuständig.“

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